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Montag, 06.07.2020

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"I will fight for you": Die Stimmen der Demonstranten

Tausende setzten in Nürnberg ein Zeichen gegen Rassismus - 06.06.2020 18:30 Uhr

Die Anzahl der tausenden Menschen, vom Kleinkind bis zum Großvater, ist überwältigend, noch lange nach Beginn der Demo um 13 Uhr reißt der Strom an neuen Besuchern, die vom Nürnberger Bahnhof und den U-Bahn-Stationen zum Ort des Protests laufen, nicht ab. Mit dieser Menschenmasse haben die Organisatoren nicht gerechnet und entsprechend überfordert ist ihre technische Ausrüstung.


"Black Lives Matter": 5000 Menschen demonstrieren gegen Rassismus


Bereits in der sechsten Reihe der Teilnehmer sind die Redner kaum mehr zu verstehen, aber das macht nur wenigen Demonstranten etwas aus. Sie sind gekommen, um Anteil zu nehmen am Tod von George Floyd und um Aufmerksamkeit zu schaffen. An den zahlreichen Schweigeminuten, können dann wieder alle teilhaben und es wird still auf der Wöhrder Wiese, nur die Glocken der Lorenzkirche sind zu hören. Nachdem die Redner wieder das Wort ergreifen, applaudieren die Teilnehmer und skandieren gemeinsam "Black Lives Matter" und "No Justice, No Peace". Es sind vor allem junge Menschen, die an der Demo teilnehmen und die dafür teilweise lange Fahrten auf sich genommen haben. Uns haben sie von ihrer Motivation zu protestieren und über ihre Hoffnung auf Wandel erzählt.

Bilderstrecke zum Thema

Demo gegen Rassismus in Nürnberg: Das sagen die Teilnehmer

Auf ihren Schildern stehen Sprüche, wie "White Silence is Violence", "I’m not black, but I will fight for you" und natürlich "Black Lives Matter". Es sind Menschen jeden Alters, Geschlechts und Hautfarbe, die am Samstagmittag auf der Wöhrder Wiese zusammengekommen sind, um gemeinsam gegen Rassismus zu protestieren. Uns haben sie von ihrer Motivation, zu protestieren und über ihre Hoffnung auf einen Wandel berichtet.


Bilderstrecke zum Thema

"Black Lives Matter": Stiller Protest auf der Wöhrder Wiese

Die Polizeigewalt in den USA und der Tod von George Floyd haben auch die Gemüter hierzulande erschüttert. Am Samstag demonstrierten deshalb zahlreiche Menschen auf der Wöhrder Wiese in Nürnberg, um auf die Missstände in Nordamerika aufmerksam zu machen - mit einem "Silent Protest", Schutzmasken und Schildern.


Andrea Beck

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