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ICE-Werk bei Fischbach: ÖDP will Bannwald unbedingt erhalten

Ökologen fordern, auch Belastungen für Anwohner zu vermeiden - 08.03.2021 15:37 Uhr

In Köln arbeitet bereits ein ICE-Werk, wie es nun in der Region Nürnberg entstehen soll.

08.03.2021 © Oliver Lang


Der ÖDP-Kreisverband Nürnberg stimmt dem Bau eines ICE-Werks grundsätzlich zu, weil es aus seiner Sicht für die angestrebte Verkehrswende notwendig ist.
Allerdings wollen die ÖDP-Stadträte Jan Gehrke und Ina Hager bei der Standortwahl sowie beim bevorstehenden Raumordnungsverfahren Eingriffe in den Bannwald „wenn irgend möglich“ verhindern. Belastungen für die Anwohner müssten ebenso vermieden werden. Der Naturschutz müsse vorrangiges Kriterium für die Standortfestlegung sein.

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Per Video hatten sich ÖDP, Bürgervereine, Naturschützer, Staatsforsten und Deutsche Bahn über das Vorhaben ausgetauscht. Wie mehrfach berichtet will die DB in Nürnberg oder Umgebung ein ICE-Werk für 400 Millionen Euro errichten, dabei sollen 450 Arbeitsplätze entstehen.

Bahn plant "Bürgerdialoge"


Allerdings würden bei dem von der Bahn favorisierten Standort Altenfurt/Fischbach bis zu 45 Hektar Reichswald vernichtet werden – für den andernorts Ausgleichspflanzungen vorgenommen werden müssen. Im Nürnberger Südosten gab es bereits mehrere Protestkundgebungen gegen das Projekt im Reichswald. Insgesamt sind sieben Standorte im Gespräch. Die Bahn kündigte ab April „Bürgerdialoge“ an.

hv

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