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ICE-Werk: CSU-Politiker Frieser sieht Chance für Muna Feucht

Möglichkeit, das belastete Areal endlich zu sanieren - 12.02.2021 06:00 Uhr

Das ICE-Werk in Köln-Nippes gilt als Vorbild für das geplante Werk in der Metropolregion Nürnberg. Für dieses Vorhaben hat die Bahn sieben mögliche Standorte benannt, darunter ihren Favoriten im Reichswald bei Altenfurt. Ein Raumordnungsverfahren soll heuer die Fläche festlegen.

10.02.2021 © Oliver Lang/Deutsche Bahn


Der Feuchter CSU-Fraktionsvorsitzende Oliver Siegl hatte ihm vorgeworfen, er sei ohne Rücksprache mit dem Feuchter Ortsverband initiativ geworden und habe mit anderen Politikern den Standort ins Gespräch gebracht. Siegl hat den Eindruck, dass man in Nürnberg nach den anhaltenden Bürger-Protesten gegen den Standort Altenfurt versucht, die befürchteten negativen Auswirkungen eines ICE-Standorts auf den kleinen kommunalen Nachbarn Feucht abzuwälzen.

"Kein St. Florians-Prinzip"

Davon könne keine Rede sein, meint Frieser im Gespräch mit der Redaktion: "Wenn ich für eine ergebnisoffene Prüfung der Muna Feucht wie auch der anderen benannten Standorte plädiere, dann heißt das nicht 'St. Florians-Prinzip' und es heißt auch nicht, dass wir anderen den ICE-Standort aufs Auge drücken."

Der CSU-Bundestagsabgeordnete Michael Frieser hat mit Äußerungen zu Muna Feucht bei seinen Feuchter Parteifreunden für Unruhe und Verärgerung gesorgt.

10.02.2021 © Michael Husarek


Es sei vielmehr eine einzigartige Gelegenheit, dass der Bund als Eigentümer das mit Weltkriegs-Munition belastete Muna-Areal endlich anfasse und in Zusammenarbeit mit der Bahn eine Anschlussnutzung prüfe.

Eine derartige Chance werde es in den nächsten 25 Jahren nicht mehr geben angesichts der großen Probleme, mit denen die Fläche bei Feucht belastet ist, meint der Jurist. "Vier bayerische Ministerpräsidenten haben nicht an dieser Frage gerührt. Warum wohl?", fragt Frieser. Zum Disput mit seinem Feuchter Kollegen äußere er sich nicht öffentlich, aber natürlich habe man miteinander gesprochen.

Ergebnisoffen und transparent

Für Frieser ist wichtig, dass es zu einem "ergebnisoffenen und transparenten Prozess" für alle sieben von der Bahn genannten, möglichen Standorte für das geplante ICE-Werk kommt. Genauso sieht es der Nürnberger CSU-Fraktionsvorsitzenden Andreas Krieglstein: Die Verunsicherung der Bürger im Nürnberger Südosten sei groß, es fehle Klarheit, für die die Bahn sorgen müsse.

Die Bahn solle eine Übersicht erstellen, nach welchen Kriterien sie die Flächen bewerte und wie diese in ihren Entscheidungsprozess einfließen. Neben den betrieblichen Gesichtspunkten müssten dabei auch die Belange von Anwohnern, Lärmschutz und Umweltaspekte entsprechend berücksichtigt werden.

CSU: Standort Altenfurt nur schwer vermittelbar

Nach einem Ortstermin mit dem Bürgerverein Südost in Altenfurt meint Krieglstein, dass das Waldgebiet im Südosten Nürnbergs insbesondere aufgrund der umweltpolitischen Gesichtspunkte nur "schwer vermittelbar" sei.

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Auch seine Fraktions-Kolleginnen Rita Heinemann und Nicole Alesik erklärten, dass sie die Bedenken der Anwohner am Standort Altenfurt/Fischbach ernst nähmen. "Die Bahn muss nach intensiven Gesprächen nun auch das ehemalige Muna-Gelände bei Feucht als ernsthafte Alternative prüfen", betonen die CSU-Politikerinnen.


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