Mittwoch, 20.01.2021

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Im «Artelier» hängt nur, was dem Chef gefällt

Im Namen der Subkultur: Laurentiu Feller führt speziellen Mix aus Galerie, Podium und Bar in Gostenhof - 26.09.2007

Ein Herz für Subkultur: «Artelier»-Chef Laurentiu Feller.

14.02.2011 © Gnad


An die Wand kommt hier ausschließlich, was dem Chef gefällt: eigene Arbeiten, vor allem aber Werke von befreundeten Künstlern. Man kann sich freilich auch für eine Ausstellung bewerben, allerdings ist die Liste lang: Sein Programm steht bis Mai 2008. Als alleiniger Entscheidungsträger ist Feller in seinem «Artelier» unabhängig - und nur seinem Geschmack unterworfen.

«Wenn was schief läuft, dann muss ich auf meine Fehler schauen und kann den Schwarzen Peter nicht einfach weiterreichen. Das erleichtert meine Entscheidungen», sagt der gebürtige Rumäne, der seit 13 Jahren als Künstler (Malerei und Skulpturen, aber auch Installationen) in Deutschland lebt. Und sich mit seinem «Artelier» über kurz oder lang einen festen Platz in der Kunstlandschaft der Stadt erobern möchte. Derzeit sind Arbeiten des Augsburger Malers Christian Haberland ausgestellt. Seine meditative Gemäldeserie >white nudes ist noch bis 7. Oktober zu sehen, immer Donnerstag und Freitag von 19 bis 23 Uhr sowie an Sonntagen von 16 bis 19 Uhr (www.das-artelier.com).

Wer Arbeiten von Laurentiu Feller sehen will - noch bis Ende September ist er bei der «Human Pflaster - Menschen, Masse und gesellschaftliche Formen»-Gemeinschafts schau im KunstRaum Weißenohe vertreten.

Seine KulTour-Tipps: Laurentiu Feller freut sich auf die Ausstellung «Human Rights» in der Villa Leon während der «Woche der Menschenrechte» von 28. September bis 26. Oktober. Zum Thema «Weit her - nah dran» stellen sechs Künstler aus. Vernissage ist am Freitag, 28 September, ab 19 Uhr. Kunstfreunde sollten sich zudem den Zeitraum 2. bis 21. Oktober vormerken: Dann finden die 6. Gostenhofer Ateliertage statt. Das «Artelier» präsentiert dazu Gabriela Dauerer, die Deutschland bei der Biennale in Venedig 2003 vertreten hatte (Vernissage: 13. Oktober ab 19 Uhr). Ein Besuch wert ist bis 30. September auch das Kulturdach des Nachbarschaftshauses Gostenhof, Adam-Klein-Straße 6: «Unsere Nachbarn, die Roma» heißt die Fotoausstellung von Regina Maria Suchy.

Und seine Musiktipps lauten: Zum einen das «Stimmenfang-Festival» vom 27. 9. bis 7. 10. («ausgezeichnete Musik in ausgezeichneter Atmosphäre!») und zum anderen «The Rockin’ Lafayettes» am Samstag, 29. 9, ab 20 Uhr im «Casablanca» in Weißenburg - «Jumpin’ Lo-Fi-Blues vom Feinsten!» Stefan Gnad

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