Neue Betreiber

In der Nürnberger Mauthalle wird endlich wieder Bier fließen

25.7.2021, 06:00 Uhr
25 Jahre hatte der

25 Jahre hatte der "Barfüßer" in der Mauthalle sein Zuhause. Doch der aus Altersgründen geplante Pächterwechsel verlief wegen Corona unglücklich. © imago images/Daniel Schvarcz

Es ist ein beliebter Ort bei Nürnbergern wie auch bei Touristen aus aller Welt: das historische Kellergewölbe in der Mauthalle unweit der Lorenzkirche. 25 Jahre hatte hier der "Barfüßer" sein Zuhause. Doch der aus Altersgründen geplante Pächterwechsel verlief unglücklich: Wegen der Corona-Pandemie musste der einstige Betreiber schon im März vergangenen Jahres schließen.

Neuer Name, neues Konzept

Ein neues Betreiberverhältnis zwischen der Tucher Privatbrauerei, die das Lokal am Hallplatz von der Stadt gepachtet hat, kam wegen der widrigen Umstände nicht zustande. Das ist nun anders. Noch in diesem Jahr soll im denkmalgeschützten Mautkeller endlich wieder Bier fließen: unter neuem Namen und mit neuem Konzept - und unter der Führung von Andreas und Simon Röschke.

Die Brüder sind als äußerst umtriebig bekannt. Die Geschäftsführer ihrer eigenen Werbe- und Eventagentur zeichnen für etliche Events in der Stadt verantwortlich: unter anderem für den Nürnberger Opernball, den Ball der Unternehmer oder das Autokino am Albrecht Dürer Airport, das im vergangenen Jahr an den Start gegangen war.

Künftig soll in dem riesigen Lokal mit 600 Plätzen "fränkisch-regionale" Küche serviert werden. Im neuen "Tucher Mautkeller" wolle man zur fränkischen Brauhaus-Küche vor allem die Vielfalt der eigenen Biere präsentieren. "Dazu gehört natürlich das Tucher Rotbier. Aber auch andere Spezialitäten sollen zum Ausschank kommen, die exklusiv in der Hausbrauerei entstehen", kündigt Jörg Träger, Gastronomiedirektor bei Tucher, an.

Erinnerung an bessere Tage. Auch der Betrieb im  schönen

Erinnerung an bessere Tage. Auch der Betrieb im  schönen "Marientorzwinger" ist wegen baulicher Mängel eingestellt. © Stefan Hippel

Der "Tucher Mautkeller" ist nur eines der Filetstücke, die die Brauerei von der Stadt gepachtet hat. Auch das "Tucherbräu am Opernhaus" gehört dazu. Doch das steht bereits seit 2012 leer, nur als Nachtasyl für wohnungslose Menschen hatte das einstige gastronomische Aushängeschild noch seine Pforten geöffnet. Seit vergangenem Juli saniert das städtische Hochbauamt endlich die Immobilie am Kartäusertor 1 - und investiert dafür rund 5,3 Millionen Euro. Im kommenden Jahr sollen die Arbeiten beendet sein.

Anders beim Traditionslokal "Marientorzwinger" mit seinem schönen Biergarten, das ebenfalls eine Immobilie der Stadt ist. Auch das steht seit Jahren leer und ist wegen baulicher Mängel gastronomisch nicht mehr nutzbar. Hier hat die Stadt nach eigenen Angaben nicht die Möglichkeit, die Instandsetzung selbst zu übernehmen, und setzt daher auf einen privaten Investor. Auch den "Marientorzwinger" hat das Liegenschaftsamt an Tucher verpachtet. Allerdings ruht das Pachtverhältnis, da das Gebäude aufgrund der baulichen Zustands derzeit "nicht verpachtbar" ist.

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