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In Nürnbergs Süden entstehen Wohnungen für 28 Millionen Euro

Die wbg arbeitet derzeit an vier verschiedenen Projekten - 17.06.2019 06:00 Uhr

So werden die Gebäude, die in der Neusalzer Straße in Langwasser entstehen, einmal aussehen, wenn das kürzlich begonnene Projekt der wbg fertiggestellt ist. © Illustration: wbg


Auf einem ehemaligen Garagengrundstück und der Fläche eines benachbarten Gebäudes mit kleinen Gewerbeflächen, die allesamt abgebrochen wurden, entstehen in der Neusalzer Straße in Langwasser auf insgesamt 2300 Quadratmetern gerade 36 Mietwohnungen, davon 18 gefördert. Zusätzlich ziehen auf dem Areal ein neuer Sigena-Stützpunkt sowie vier Gewerbebetriebe ein. Geparkt wird auf oberirdischen Stellplätzen. Das Investitionsvolumen für dieses Bauprojekt beträgt rund zehn Millionen Euro, wie die wbg mitteilt.

Die Objektplanung erfolgte durch den Sieger eines Realisierungswettbewerbes, das Büro Blauwerk Architekten aus München. Das Projekt ist Teil des Modellvorhabens "Effizient bauen, leistbar wohnen" des Bayerischen Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr.

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Ebenfalls auf einem ehemaligen Garagengrundstück wird in der Oskar-von-Miller-Straße ein Mehrfamilienhaus als Ergänzungsbau zur Mustersiedlung der "Deutschen Bauausstellung" von 1949 errichtet. "Als wbg-Pilotprojekt in vorgefertigter Holz-Systembauweise wird das Bauvorhaben die aktuellen Entwicklungen im Wohnungsbau widerspiegeln sowie hohe Anforderungen an Wohnkomfort, den Wärme-, Schall- und Brandschutz erfüllen", so die wbg.

Es entstehen 16 freifinanzierte Ein- bis Fünf-Zimmer-Mietwohnungen auf einer Wohnfläche von insgesamt rund 1100 Quadratmetern.

Mit dem Einsatz von Geothermie, einer hoch gedämmten Gebäudehülle und einer Photovoltaikanlage will die wbg bei diesem Projekt den nachhaltigen Planungsansatz unterstreichen. Für Entwurf, Ausführungsplanung und die Objektüberwachung ist der wbg-eigene Geschäftsbereich "Architektur & Städtebau" verantwortlich. Das Investitionsvolumen beträgt rund 5,2 Millionen Euro.

Im Auftrag der Stadt Nürnberg entsteht außerdem neben einem bereits bestehenden Gebäude des Wohnungsunternehmens in der Fuggerstraße im Stadtteil Sündersbühl eine Sozialimmobilie bestehend aus zwölf Mietwohnungen sowie einer Außenanlage und einem Kinderspielplatz. Die Wohnungen werden nach Fertigstellung vom Sozialamt der Stadt belegt. Hier investiert die wbg rund 2,5 Millionen Euro.

Anwohner sind nicht begeistert

Das vierte vor kurzem gestartete Bauprojekt der wbg im Süden ist in der Neuburger Straße in Eibach. Im Rahmen des Sonderprogramms Wohnen der Stadt wurde das stadteigene Grundstück an die wbg übergeben. Hier entstehenvier drei- und vier- geschossige Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 56 Mietwohnungen – davon 28 als geförderte Wohnungen – die insgesamt über eine Wohnfläche von 3600 Quadratmetern verfügen.

Bei diesem Projekt werden die in Kooperation mit dem "Grabow + Hofmann Architekten" aus Nürnberg entwickelten Typenhäuser in Massivbauweise realisiert. Die notwendige Energieeffizienz und eine geringere CO2-Emission sollen durch die Nutzung von Erdwärme durch Geothermie erreicht werden. Das Investitionsvolumen des Projekts beläuft sich auf rund elf Millionen Euro.

In Eibach ist man von dem Neubau nicht durchweg begeistert. Mehrere Leser haben sich bereits an den Stadtanzeiger gewandt und über Lärm und Schmutz geklagt. Beschwerden, die man auch an das kommunale Wohnungsunternehmen gerichtet hat – mit Erfolg. Denn zumindest hat der zuständige Projektleiter vergangene Woche zu einem Treffen eingeladen, bei dem die Anwohner ihre Klagen mitteilen konnten. Pressesprecherin Julia Röhmer betont aber auch: "Wenn wir könnten, würden wir auch lieber leise bauen, aber ein gewisser Lärmpegel lässt sich einfach nicht vermeiden – auch wenn wir die Anwohner gut verstehen."

Die wbg sagt außerdem ganz allgemeingültig für alle derzeit laufenden Baustellen: "Da Baustellen immer mit Beeinträchtigungen und Lärm, insbesondere für die Nachbarn, verbunden sind, bitten wir um Verständnis für die Arbeiten – mit denen aber auch dringend benötigter Wohnraum geschaffen wird."

Stefanie Taube

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