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Iran verurteilt Nürnberger Menschenrechtspreisträger

Rechtsanwalt Soltani muss laut seiner Tochter 18 Jahre in Haft - 20-Jähriges Berufsverbot - 04.03.2012 17:30 Uhr

Bei der Verleihung des Nürnberger Menschenrechtspreises an Abdolfattah Soltani vertrat ihn seine Ehefrau Masoumeh Dehgan aus dem Iran. Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly gratulierte. © Hagen Gerullis


Das sagte dessen in Nürnberg lebende Tochter Maede Soltani. Dem Rechtsanwalt ihres Vaters sei das Urteil am Vormittag in Teheran mitgeteilt worden. „Wir sind alle total schockiert. Das ist total unmenschlich. Eine so harte Verurteilung hatten wir uns nicht vorstellen können“, sagte die Tochter des Verurteilten.

Die Stadt Nürnberg hatte den Iraner im Jahr 2009 für seinen Einsatz für die Menschenrechte mit ihrem Menschenrechtspreis ausgezeichnet. Soltani hatte im Iran das Zentrum für Menschenrechtsverteidigung gegründet. Wegen eines Ausreiseverbots der iranischen Regierung hatte Soltani seinerzeit den Preis nicht persönlich entgegennehmen können.

Seit September 2010 sitzt er wieder in Haft. Die Behörden werfen ihm nach Angaben seiner Tochter unter anderem regimefeindliche Propaganda und Verschwörung gegen die Staatssicherheit und die Annahme eines ungesetzlichen Preises – des Nürnberger Menschenrechtspreises – vor. 

dpa

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