Kalenderblatt: Nürnberg im Juni 1971

14.6.2021, 07:19 Uhr
Von den vier Tourist-Information-Lotsensäulen an den Ausfallstraßen – oben die an der Äußeren Bayreuther Straße – wird bisher noch wenig Gebrauch gemacht.
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16. Juni 1971: Tourist Information hat großen Erfolg

Seit Dürers Geburtstag gibt es die Tourist Information am Hauptmarkt und am Hauptbahnhof sowie vier Lotsensäulen an den Ausfallstraßen. Und seitdem gibt es mehr zufriedene Touristen als vorher. Hier geht es zum Kalenderblatt vom 16. Juni 1971: Tourist Information hat großen Erfolg. © NN

Modern und freundlich wirkt der kostspielige Neubau.
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15. Juni 1971: Unterricht mit Sprachlabor

Nach rund zweieinhalbjähriger Bauzeit wurde gestern die Schwesternschule mit Wohnheim der Klinik Hallerwiese feierlich eingeweiht. Rektor Johannes Meister von der Evangelisch-Lutherischen Diakonissenanstalt Neuendettelsau übergab den Schlüssel des Schulzentrums an Oberschwester Leni Müller. Hier geht es zum Kalenderblatt vom 15. Juni 1971: Unterricht mit Sprachlabor. © NN

Unbewacht stand der Panzerwagen an der Mauthalle bei der Ladeeinfahrt des Kaufhof, als die Unbekannten den VW-Kombi mit einem Nachschlüssel öffneten. Im Hintergrund das Haus, in dem die Beamten des Polizeireviers 4 untergebracht sind.
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14. Juni 1971: Größter Geldraub nach dem Krieg

Die Fußgängerstraße An der Mauthalle in Nürnberg war am Samstagmittag Schauplatz des größten Gelddiebstahls in der Nürnberger Nachkriegsgeschichte. Hier geht es zum Kalenderblatt vom 14. Juni 1971: Größter Geldraub nach dem Krieg © Polit

Wie am Vortag in Feucht, so reichte gestern abend auch der Saal des „Moorenbrunner Hofes“ nicht für die Bürger, die gegen den geplanten US-Truppenübungsplatz vor ihrer Haustür protestierten. Rudolf Hilgert (am Rednerpult) begrüßte dazu SPD-Bundestagsabgeordneten Hans Batz, die Landtagsabgeordneten Lilo Seibel und Leonhard Heiden (SPD) sowie Bürgermeister Peter Höffkes (Fischbach) und seine Amtskollegen aus den anderen betroffenen Gemeinden. Der Tenor: Gegenwehr mit (zunächst noch) allen legalen Mitteln wird angestrebt.
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13. Juni 1971: "Der Mann schläft doch seit Jahren"

„Der Nürnberger Kreistag ist empört und protestiert aufs schärfste gegen die Absicht, einen militärischen Übungsplatz zwischen Altenfurt/Moorenbrunn, Feucht und Röthenbach bei St Wolfgang anzulegen.“ Hier geht es zum Kalenderblatt vom 13. Juni 1971: „Der Mann schläft doch seit Jahren“ © Kammler

Die Anwälte trugen ihre Sorgen vor, Bundesjustizminister Gerhard Jahn hörte zu.
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12. Juni 1971: Die Anwälte sorgen vor

Bundesjustizminister Gerhard Jahn erklärte vor tausend prominenten Rechtsanwälten der Bundesrepublik in der Nürnberger Meistersingerhalle „Strafprozesse vor den Gerichten sollen künftig zügiger abgewickelt werden.“ Hier geht es zum Kalenderblatt vom 12. Juni 1971: Die Anwälte trugen ihre Sorgen vor. © NN

Stolz stellt sich der erfolgreiche Ganovenjäger „Dasso“ mit seinem Herrchen Jürgen S. unserem Fotografen.
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11. Juni 1971: Wurstring für Biß ins Gaunerbein

Es ist zwei Stunden nach Mitternacht. Ein schnittiger Sportwagen mit schwedischem Kennzeichen und fünf Insassen fährt unauffällig die Färberstraße entlang. Hier geht es zum Kalenderblatt vom 11. Juni 1971: Wurstring für Biß ins Gaunerbein. © Ulrich

Aus einem zivilen Streifenwagen (links) heraus bewacht die Kripo das Wohnhaus der türkischen Konsulatsangestellten am Danziger Platz (rechts). Alle zwei Stunden wird die Wachmannschaft gewechselt. Auch das Fahrzeug wird ausgetauscht, insgesamt zwölfmal in 24 Stunden.
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10. Juni 1971: Terroristen drohen mit Entführung

Aus einem zivilen Streifenwagen (links) heraus bewacht die Kripo das Wohnhaus der türkischen Konsulatsangestellten am Danziger Platz (rechts). Alle zwei Stunden wird die Wachmannschaft gewechselt. Auch das Fahrzeug wird ausgetauscht, insgesamt zwölfmal in 24 Stunden. Hier geht es zum Kalenderblatt vom 10. Juni 1971: Terroristen drohen mit Entführung. © Barth

Dem Spaziergänger kann es allerdings passieren, daß plötzlich statt der Stille ohrenbetäubender Lärm herrscht, weil einige Meter neben ihm ein Hubschrauber der US-Armee niedergeht.
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9. Juni 1971: US-Truppen üben fleißig bei Feucht

Proteste von allen Seiten und der Versuch eines Regierungssprechers, das unzumutbare Vorhaben zu verniedlichen: das ist der augenblickliche Stand der Dinge um den Truppenübungsplatz, der für die Amerikaner zwischen Altenfurt/Moorenbrunn, Feucht und Röthenbach bei St. Wolfgang mitten im Erholungs- und Entwicklungsgebiet angelegt werden soll. Hier geht es zum Kalenderblatt vom 9. Juni 1971: US-Truppen üben fleißig bei Feucht. © NN

Beim Empfang im Rathaussaal: OB Urschlechter während seiner Ansprache an die Senatoren, rechts neben ihm Senatspräsident Freiherr von Poschinger, links F. Haas.
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8. Juni 1971: Bayerns Senat war Gast in Nürnberg

Zum erstenmal hat der Bayerische Senat der Stadt Nürnberg einen offiziellen Besuch abgestattet. Oberbürgermeister Urschlechter, selbst Mitglied der Zweiten Kammer, empfing die Gäste mit protokollarischen Ehren. Hier geht es zum Kalenderblatt vom 8. Juni 1971: Bayerns Senat war Gast in Nürnberg. © NN

Ein besonderes Diner zum Geburtstag.
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7. Juni 1971: Der kulinarische Dürer-Beitrag

Den bisher nahrhaftesten Beitrag zum Dürer-Jahr leistete die Confrérie de la Chaine des Rôtisseurs auf der Nürnberger Kaiserburg. Bei einem Unkostenbeitrag von 85 DM waren etwa 200 Gäste dabei, als Samstagabend im Kaisersaal ein stilgerechtes Diner aus der Zeit Dürers gereicht wurde. Hier geht es zum Kalenderblatt vom 7. Juni 1971: Der kulinarische Dürer-Beitrag. © Contino

Spaziergänge im malerischen Schwarzachtal: wenn der Truppenübungsplatz südlich des Flugplatzes Feucht Wirklichkeit werden sollte finden die Erholungsuchenden hier keine Ruhe.
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6. Juni 1971: Proteste gegen die US-Pläne

Die Absicht der US-Streitkräfte, südlich des Flugplatzes Feucht ein 283 Hektar großes Gelände zum Truppenübungsplatz zu machen, hat die ersten scharfen Proteste hervorgerufen. Hier geht es zum Kalenderblatt vom 6. Juni 1971: Proteste gegen die US-Pläne. © Gerardi

Zwei Feuerwehrleute konnten sich mit Mühe aus diesem Wagen retten, der im Hirschbachtal von der Flut mit großer Gewalt an eine Brücke geschwemmt worden war. Das Bild gibt einen Eindruck von den schweren Zerstörungen in dem beliebten Ausflugsgebiet.
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5. Juni 1971: Sturzflut ärger als 1909

Eines der beliebtesten Wanderziele im mittelfränkisch-oberpfälzischen Raum, das Hirschbachtal, ist von einem sintflutartigen Unglück schwer heimgesucht worden. Diesen 3. Juni 1971 werden die Bewohner des romantischen Tals nie vergessen. Er brachte Verwüstung, Schäden, er versetzte Tausende in Angst und Schrecken. Leider mußte in den späten Abendstunden auch ein junger Mensch sterben. Hier geht es zum Kalenderblatt vom 5. Juni 1971: Sturzflut ärger als 1909. © Piper

Mietern von Sozialwohnungen, wie hier in Langwasser, droht ein hartes Schicksal, wenn es nach der Bürokratie geht.
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4. Juni 1971: Großes Zittern in drei Sozialbauten

In vielen Sozialwohnungen Nürnbergs ist das große Zittern ausgebrochen. Denn Tausende Mieter verdienen zu viel Geld, als daß sie noch in einer Sozialwohnung leben dürften. Bonn will ihnen künftig eine Sonderabgabe auferlegen. Hier geht es zum Kalenderblatt vom 4. Juni 1971: Großes Zittern in drei Sozialbauten. © NN

Die stark befahrene Bahnlinie Nürnberg-Regensburg, aufgenommen von der Brücke für die Staatsstraße 2401 von Altenfurt nach Feucht. Die Strecke müßte im Bereich des Truppenübungsplatzes überführt oder untertunnelt werden.
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3. Juni 1971: Übungsplatz mit Helikoptern und Panzern

"Das ist ein Wahnsinn." So kommentiert der SPD-Landtagsabgeordnete Leonhard Heiden den Plan der Amerikaner, das Gelände zwischen Altenfurt – Moorenbrunn – Feucht und Röthenbach bei St. Wolfgang zu einem großen Übungsplatz zu erweitern. Hier geht es zum Kalenderblatt vom 3. Juni 1971: Übungsplatz mit Helikoptern und Panzern. © Bauer

Hielt den Festvortrag und sprach über die Geographie im Dienste der Umweltgestaltung: Prof. Dr. Karl Ruppert
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2. Juni 1971: Geographentag in Nürnberg eröffnet

Verwaltungs- und Gebietsreform, Umweltforschung, Entwicklungshilfe und die Bildungsziele des Faches, alle bezogen auf gesellschaftspolitische Gesichtspunkte, stehen im Mittelpunkt des 38. Deutschen Geographentages vom 1. bis 4. Juni in Nürnberg und Erlangen. Hier geht es zum Kalenderblatt vom 2. Juni 1971: Geographentag in Nürnberg eröffnet. © NN-Archiv

Drei Finger nach oben: die Aktion Widerstand mit den Transparenten, die zu den Zwischenfällen während der Kundgebung Anlaß gaben.
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1. Juni 1971: Gegen die radikalen Kräfte

Sudetendeutsche sorgten selbst dafür, dass ihr Nürnberger Treffen nicht von rechtsradikalen Kräften missbraucht wird. Hier geht es zum Kalenderblatt vom 1. Juni 1971: Gegen die radikalen Kräfte. © N.N.