Katastrophe in Nürnberg: Das Jahrhundert-Hochwasser von 1909

5.2.2019, 13:18 Uhr
Im Februar 1909 war die Nürnberger Innenstadt nicht wiederzuerkennen. Wassermassen wie hier an der Kleinweidenmühle...
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Im Februar 1909 war die Nürnberger Innenstadt nicht wiederzuerkennen. Wassermassen wie hier an der Kleinweidenmühle... © Postkarte; Zerreiss&Co. Kunstanstalt Nürnberg

...bahnten sich ihren Weg durch die Stadt, hier durch die Karlstraße.
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...bahnten sich ihren Weg durch die Stadt, hier durch die Karlstraße. © Foto: Postkarte

Genau 4,67 Meter Wasserstand zeigte der Messpegel neben der Museumsbrücke am 5. Februar 1909 an. Die Fluten drängten aus dem engen Pegnitzbett in weite Teile der Sebalder Altstadt.
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Genau 4,67 Meter Wasserstand zeigte der Messpegel neben der Museumsbrücke am 5. Februar 1909 an. Die Fluten drängten aus dem engen Pegnitzbett in weite Teile der Sebalder Altstadt. © NN

Auch der Hauptmarkt (im Vordergrund ist der Schöne Brunnen zu sehen) stand fast drei Tage unter Wasser.
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Auch der Hauptmarkt (im Vordergrund ist der Schöne Brunnen zu sehen) stand fast drei Tage unter Wasser. © NN/Fotoropa

Die Insel Schütt wurde nicht verschont. Ein Baum wurde von der Wassergewalt entwurzelt.
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Die Insel Schütt wurde nicht verschont. Ein Baum wurde von der Wassergewalt entwurzelt. © Postkarte; Verlag von Winkler&Schorn

Die Nürnberger konnten sich hier nur noch mit Booten fortbewegen.
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Die Nürnberger konnten sich hier nur noch mit Booten fortbewegen. © Postkarte; Verlag von Winkler&Schorn

Der Sachschaden war immens.
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Der Sachschaden war immens. © Postkarte; Verlag von Winkler&Schorn

Die Bürger begutachteten den Schaden (hier am Maxplatz) nach der Katastrophe.
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Die Bürger begutachteten den Schaden (hier am Maxplatz) nach der Katastrophe. © Postkarte; Fritz Schardt, Kunstverlag Nürnberg

Fassungslos blickten die Bürger auf die aufgerissene Straße um die Schienen der Haltestelle in der Tuchgasse.
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Fassungslos blickten die Bürger auf die aufgerissene Straße um die Schienen der Haltestelle in der Tuchgasse. © Postkarte; Verlag von Winkler&Schorn, Nürnberg

Die Häuser auf Höhe der Kleinweidenmühle hatte es besonders schwer getroffen.
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Die Häuser auf Höhe der Kleinweidenmühle hatte es besonders schwer getroffen. © NN

Doch auch in der Innenstadt stand das Wasser bis zur ersten Etage.
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Doch auch in der Innenstadt stand das Wasser bis zur ersten Etage. © Roland Fengler

Nach einer langen Frostperiode war der Boden gefroren und mit bis zu 40 Zentimeter Schnee bedeckt. Ein plötzlicher Wetterumschwung brachte starke Regenfälle.
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Nach einer langen Frostperiode war der Boden gefroren und mit bis zu 40 Zentimeter Schnee bedeckt. Ein plötzlicher Wetterumschwung brachte starke Regenfälle. © Postkarte; Verlag Winkler & Schorn

Weder Regen- noch Schmelzwasser konnte der Boden aufnehmen. Über Leitern verließen diese Wirtsleute und Gäste am Morgen das Gasthaus zur Pegnitz.
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Weder Regen- noch Schmelzwasser konnte der Boden aufnehmen. Über Leitern verließen diese Wirtsleute und Gäste am Morgen das Gasthaus zur Pegnitz. © NN

Treibgut, das an den Wehren hängenblieb, staute das Wasser zusätzlich auf.
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Treibgut, das an den Wehren hängenblieb, staute das Wasser zusätzlich auf. © Postkarte; Verlag von Winkler&Schorn

Das Wasser versperrte den Leuten den Weg zur Nürnberger Volksküche in der Talgasse.
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Das Wasser versperrte den Leuten den Weg zur Nürnberger Volksküche in der Talgasse. © NN/Bildband Zerreis & Co., Graphische Kunstanstalt

Der Obstmarkt an der Frauenkirche glich einer Meeresbucht.
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Der Obstmarkt an der Frauenkirche glich einer Meeresbucht. © NN

Viele Geschäftsleute und Hausbesitzer standen vor dem Ruin.
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Viele Geschäftsleute und Hausbesitzer standen vor dem Ruin. © Postkarte; Verlag von Winkler&Schorn

Im Spitalhof markierte man an der Wand, wie hoch das Wasser stand.
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Im Spitalhof markierte man an der Wand, wie hoch das Wasser stand. © NN/Bildband Zerreis & Co., Graphische Kunstanstalt

Am Hauptmarkt erinnert bis heute ein Markierung an das Jahrhundert-Hochwasser vom 5./6. Februar 1909.
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Am Hauptmarkt erinnert bis heute ein Markierung an das Jahrhundert-Hochwasser vom 5./6. Februar 1909. © Roland Fengler

Die Nürnberger wussten sich zu helfen: Wie hier in der Tucherstraße wurden an etlichen Orten der Altstadt Schnüre als Versorgungsleinen gespannt.
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Die Nürnberger wussten sich zu helfen: Wie hier in der Tucherstraße wurden an etlichen Orten der Altstadt Schnüre als Versorgungsleinen gespannt. © NN

Der Neptunbrunnen stand damals noch auf dem Hauptmarkt. Dass der römische Wassergott dem Wasser jedoch jemals so nahe kommen würde...
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Der Neptunbrunnen stand damals noch auf dem Hauptmarkt. Dass der römische Wassergott dem Wasser jedoch jemals so nahe kommen würde... © Postkarte; Verlag von Winkler&Schorn

...hätte auch er nicht für möglich gehalten. Auch der Schöne Brunnen, der bis heute auf dem Hauptmarkt steht, war zum Teil unter Wasser.
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...hätte auch er nicht für möglich gehalten. Auch der Schöne Brunnen, der bis heute auf dem Hauptmarkt steht, war zum Teil unter Wasser. © Stadt Nürnberg

Hochwasser in Nürnberg waren keine Seltenheit: Die Stadtchronik berichtet von elf Katastrophenhochwassern, 44 große Hochwassern und 83 mittleren Hochwassern innerhalb von 600 Jahren.
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Hochwasser in Nürnberg waren keine Seltenheit: Die Stadtchronik berichtet von elf Katastrophenhochwassern, 44 große Hochwassern und 83 mittleren Hochwassern innerhalb von 600 Jahren. © Postkarte; P. C. Geisslers Kunstverlag

Die Überschwemmungen im Winter waren besonders verheerend.
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Die Überschwemmungen im Winter waren besonders verheerend. © Postkarte; Verlag von Winkler&Schorn

Auf diesem Bild ist noch die Synagoge an der Heubrücke zu sehen, die im August 1938 von den Nazis abgerissen wurde.
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Auf diesem Bild ist noch die Synagoge an der Heubrücke zu sehen, die im August 1938 von den Nazis abgerissen wurde. © Hochwasser

Bei den Stadtoberen bewirkte das Hochwasser ein Umdenken.
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Bei den Stadtoberen bewirkte das Hochwasser ein Umdenken. © Stadtarchiv Nürnberg

Die Pegnitz erhielt nach dem 2. Weltkrieg ein breiteres Flussbett, die früheren starren Wehre wurden durch bewegliche ersetzt.
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Die Pegnitz erhielt nach dem 2. Weltkrieg ein breiteres Flussbett, die früheren starren Wehre wurden durch bewegliche ersetzt.

Im besonders engen Bereich auf Höhe der Museumsbrücke wurde Ende der 1950er Jahre parallel zur Pegnitz ein Hochwasserstollen angelegt.
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Im besonders engen Bereich auf Höhe der Museumsbrücke wurde Ende der 1950er Jahre parallel zur Pegnitz ein Hochwasserstollen angelegt. © Hochwasserstollen

Er kann bei Hochwasser rund 130 Kubikmeter Wasser pro Sekunde aufnehmen. Seit 1909 wurde Nürnberg übrigens von keinem Hochwasser mehr heimgesucht.
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Er kann bei Hochwasser rund 130 Kubikmeter Wasser pro Sekunde aufnehmen. Seit 1909 wurde Nürnberg übrigens von keinem Hochwasser mehr heimgesucht. © Karlheinz Daut

Auch dank des Wöhrder Sees, der im Notfall die Wassermassen auffängt. Zur Geschichte des Wöhrder Sees geht es übrigens hier.
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Auch dank des Wöhrder Sees, der im Notfall die Wassermassen auffängt. Zur Geschichte des Wöhrder Sees geht es übrigens hier. © www.digitale-luftbilder.de