Kohlenmonoxid-Alarm: Was tun bei Gasgeruch?

5.12.2016, 11:28 Uhr
Kohlenmonoxid-Alarm in St. Johannis: Die

Kohlenmonoxid-Alarm in St. Johannis: Die "feine Nase" einer Bewohnerin verhinderte eine Katastrophe. © ToMa

Wie konnte die Katastrophe in St. Johannis verhindert werden?

Kohlenmonoxid ist an sich geruchlos, in dem Wohnhaus in St. Johannis traten jedoch an der defekten Heizungsanlage weitere Verbrennungsgase aus. Diese bemerkte glücklicherweise eine Bewohnerin des Hauses und alarmierte die Feuerwehr.

Wie schnell kann sich Kohlenmonoxid ausbreiten?

Da Kohlenmonoxid leichter ist als Luft, steigt es schnell nach oben. Deshalb wurde im oberen Teil des Wohnhauses auch die höchste Konzentration gemessen. Die Feuerwehr vermutet, dass der Defekt an der Heizungsanlage des Wohnhauses schon länger bestand und sich das Gas so über einen längeren Zeitraum schleichend ausbreitete.

Müssen in Mietshäusern mit Gasheizung Gasmelder installiert werden?

Lediglich Rauchmelder sind im Wohnraum von bayerischen Mietshäusern gesetzlich vorgeschrieben, wobei die Übergangsfrist für Bestandsbauten noch bis Ende 2017 läuft. Spätestens dann müssen in jedem Kinder- und Schlafzimmer sowie auf den Fluren Rauchmelder installiert sein. Für Gasmelder gibt es laut Feuerwehr bisher keine derartige Vorschrift.

Was tun bei Gasgeruch?

Wer einen Gasgeruch feststellt, sollte in keinem Fall Feuer entzünden, rät die Feuerwehr. Auch andere Lichtquellen bleiben am besten aus. Die Nachbarn sollte man auf die Gefahr lediglich durch Klopfen aufmerksam machen, und nicht die Türklingel betätigen. Außerdem empfiehlt die Feuerwehr bei Gasgeruch, sofort die Fenster zu öffnen und gut durchzulüften.

Was hätte in St. Johannis im schlimmsten Fall passieren können?

Im schlimmsten Falle hätte niemand den Gasgeruch bemerkt. In der Nacht wäre die Konzentration des Kohlenmonoxids dann weiter gestiegen. Im Schlaf wären die Bewohner zunächst bewusstlos geworden, erklärt die Feuerwehr. Letzten Endes hätte der Gasaustritt den Tod bedeutet.

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