Kommentar: In Zeiten von Corona erleben wir neue Nähe

26.3.2020, 16:31 Uhr
Sie dürfen nicht auf der Strecke bleiben: Obdachlose benötigen die Hilfe der Gesellschaft dringender denn je.

Sie dürfen nicht auf der Strecke bleiben: Obdachlose benötigen die Hilfe der Gesellschaft dringender denn je. © Foto: Britta Pedersen/dpa

Sorge und Solidarität liegen nah beieinander in diesen Tagen. Spaziergänger lächeln einander an und Telefonate enden nun mit dem Wunsch "Bleib gesund!". Das ganze Land wurde runtergefahren, Existenzen könnten vernichtet werden.


Corona-Krise: Nürnberger helfen Obdachlosen mit Spendenzäunen


Bei aller berechtigten Sorge ist große Solidarität zu erleben: Nachbarn bieten an, Einkäufe zu übernehmen, für das Knoblauchsland wurden Erntehelfer gefunden und wir müssen weniger sozialen Verzicht üben als befürchtet: Lehrer zeigen sich einfallsreich im Internet-Unterricht, Kirchen ermöglichen virtuelle Gottesdienste, Fitness-Stunden sind plötzlich online möglich und selbst Regierungschefin Angela Merkel regiert das Land vom Home-Office aus, ganz selbstverständlich.

Taten, die Mut machen

Es ist paradox: Körperlich müssen wir alle Abstand halten, doch wir erleben neue Nähe. In unserer Zeitung mühen wir uns Tag für Tag um Berichte, die angemessen sind. Wir wollen weder Hysterie verbreiten, noch Ängste schüren. Auch wir wollen helfen – und berichten voll Sorge über die knappen Nahrungsmittel in der Wärmestube. Und wir schreiben über Taten der Solidarität, die Mut machen: Wie der neue Zaun als Ort der Spende im Celtispark. Ein Zaun, der nicht trennt, sondern verbindet.


Was soll ich tun, wenn ich selbst den Verdacht habe, an dem Virus erkrankt zu sein? Hier haben wir häufig gestellte Fragen zum Coronavirus zusammengestellt. Bayern hat wegen des Coronavirus den Katastrophenfall ausgerufen - das hat weitreichende Konsequenzen. Unter anderem fallen viele Großveranstaltungen in Franken aus oder werden verschoben.

Außerdem gelten bei Supermärkten nun geänderte Öffnungszeiten. Sollte man beim Einkaufen überhaupt noch mit Scheinen und Münzen zahlen? Ein Experte klärt auf, ob Corona auch über Geld übertragen werden kann.

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