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Kommentar zum Nachtleben in Nürnberg: So weit sind wir noch nicht!

Menschenansammlungen wie am Wochenende müssen entzerrt werden - 06.07.2020 11:10 Uhr

Dicht an dicht, keine Masken: Diese Bilder sorgen bei vielen Menschen für Wut und Ärger.

© Stefan Hippel


Tiergärtnertor, Hallerwiese, Köpfleinsberg, das alles sind wunderschöne Orte, die Nürnberg lebenswert machen. Man kann es erst einmal niemanden verübeln, sich an einem warmen Abend mit einem kalten Bier dort aufhalten zu wollen. Schon gar nicht, nachdem man monatelang zuhause ausgeharrt hat. Aber bei allem Verständnis sind solche dicht gedrängten Menschenmengen, wie sie am Wochenende zu sehen waren, derzeit einfach verantwortungslos.


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Auch für die Gastronomen muss man grundsätzlich Verständnis haben. Sie haben extrem unter den Einschränkungen des öffentlichen Lebens gelitten und gehören zu den Branchen, in denen ausgefallener Umsatz kaum nachgeholt werden kann.

Natürlich wollen sie ihre Gäste bedienen, auch mit To-Go-Verkauf. Diesen jetzt zu verbieten, könnte so manchen Wirt, der gerade wieder auf die Beine kommt, erneut in Schwierigkeiten bringen.

Und am Resultat würde es womöglich wenig ändern: Man kann sich ja auch mit selbst mitgebrachten Getränken an den Treffpunkten niederlassen. Es stimmt trotzdem, dass eine Lösung gefunden werden muss. Temporär mehr Sitzplätze zu schaffen und die Plätze mit mobilem Grün zu unterteilen, könnte ein Ansatz sein, der die Menschenmengen an den betroffenen Orten entzerrt, ohne sie gleich ganz aufzulösen.

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Volle Plätze und Gassen, dichtes Menschengedränge und von Masken und Abstand meist Fehlanzeige: Am Samstagabend trafen sich auf Nürnbergs Straßen wieder Hunderte Feierlustige. Besonders voll war es an diesem Wochenende erneut auf dem Platz zwischen Adler- und Kaiserstraße.



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