Kritik nach "Pegida Nürnberg"-Demo: Polizei wehrt sich

7.3.2015, 13:27 Uhr
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Am "Weißen Turm" trafen "Pegida Nürnberg" und Gegendemonstranten aufeinander. Dutzende Polizisten waren im Einsatz. © Stefan Hippel

Die rund 20 Mitglieder des „Fürther Bündnisses gegen Rechts“ wurden nach der Pegida-Kundgebung gegen etwa 21.30 Uhr von Polizisten im Verteilergeschoss des U-Bahn-Halts „Weißer Turm“ festgehalten. Dabei wurden ihre Personalien aufgenommen und laut Angaben der Aktivisten auch Fotos gemacht.

Beamte vor Ort, die bereits am Rosenmontag bei der Nügida-Demo im Einsatz waren, hatten einige der Fürther offenbar wiedererkannt. Die Aktivisten stehen laut Polizei-Pressestelle im Verdacht, sich an der illegalen Blockade der Proteststrecke beteiligt zu haben.

Das "Fürther Bündnis gegen Rechts" kritisiert die in seinen Augen unverhältnismäßige Aktion der Polizei, die sie "wie Verbrecher" behandelt hätte.

In einer Erklärung spricht das Bündnis von einer "bewussten Kriminalisierung von Menschen, die sich gegen rechte und rassistische Hetze wenden". Versammlungsleiter Ulli Schneeweiß schreibt in einem offenen Brief an Polizeipräsident Johann Rast, die Demonstranten seien "blitzartig eingekesselt" worden. Generell kritisiert er auch die mangelnde Kommunikation der Einsatzkräfte, die ihm ihr Vorgehen nicht erläutern wollten.

Dagegen wollen sie am Montag, 9. März, um 18 Uhr mit einer Kundgebung am Kohlenmarkt in Fürth protestieren.

Der erste Spaziergang von "Pegida Nürnberg" und die Gegendemonstrationen - die Ereignisse zum Nachlesen im Live-Ticker:

Pegida Nürnberg

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