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Legte Zigarettenkippe Nürnberger U-Bahn lahm?

Züge zwischen Plärrer und Hauptbahnhof rollen wieder ohne Behinderungen - 09.01.2013 23:20 Uhr

In Nürnberg kam es vermutlich aufgrund eines Zigarettenstummels zu einem Schmorbrand in einem U-Bahntunnel

© videokamera


Ein Mitarbeiter der Verkehrsbetriebe bemerkte einen beißenden Geruch und leichte Rauchentwicklung. Daraufhin schickte die VAG weitere Mitarbeiter los, um die Ursache festzustellen, welche sich auf den Bereich Plärrer-Rothenburger Straße eingrenzen ließ.

Es stellte sich nach einer Gleisbegehung heraus, dass eine verschmorte Dehnungsfuge den Gestank verursacht hatte, welche noch immer am Glimmen war. Es drohte eine Ausweitung auf weitere Teile der Fuge, welche sich durch den ganzen U-Bahntunnel zieht. Der betroffene Streckenabschnitt lag laut VAG 300 Meter vom Bahnhof Plärrer in Richtung Rothenburger Straße entfernt. Die Ursache für das Glimmen war auch am Nachmittag noch nicht ganz klar - die VAG zieht glühende Metallspäne, die beim Schweißarbeiten umhergeflogen sein könnten, ebenso in Betracht wie eine auf die Gleise geworfene Zigarette.

Um 5.50 Uhr wurde die Feuerwehr verständigt, um den Brandherd zu löschen. Wegen des Einsatz konnten die Züge den betroffenen Streckenabschnitt der Linie 3 nicht durchgehend befahren. Ein Teil der U-Bahnen verkehrte zwischen Gustav-Adolf-Straße und Rothenburger Straße, der andere zwischen Hauptbahnhof und Friedrich-Ebert-Platz.

Die Linie 2 wurde wegen des Feuerwehreinsatzes auf eingleisigen Betrieb umgestellt. Nach einer ersten Begehung, musste jedoch auch das zweite Gleis für den Verkehr gesperrt werden. Mit Durchsagen und Mitarbeitern vor Ort, versuchte die VAG die Menschen über Reisemöglichkeiten zu informieren.

Da sich auf den Bahnsteigen große Menschenmengen befanden, setzte die VAG zusätzliche Busse auf dem gesperrten Streckenabschnitt ein und verlängerte die Buslinie 34. Um 7.45 Uhr gaben die Verkehrsbetriebe die Strecke wieder für den Verkehr frei. Der fahrplanmäßige Betrieb lief allerdings erst um 8.30 Uhr wieder an.

Eine Gefährdung von Menschenleben bestand zu keiner Zeit. Der Sachschaden dürfte laut VAG-Informationen überschaubar sein, da der Betonuntergrund nicht in Mitleidenschaft gezogen wurde und der Brand lokal stark begrenzt war.

 Der ursprüngliche  Artikel wurde durch eine aktualisierte, ausführliche Neufassung ersetzt, zuletzt am Mittwochabend um 23.20 Uhr.

Andre Stephan

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