Weg führt Richtung Süden

Mehr Schienen für Nürnberg: Die Stadt baut ihr Straßenbahnnetz aus

Irini Paul
Irini Paul

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26.9.2022, 10:53 Uhr
Die Stadt Nürnberg baut ihr Straßenbahnnetz weiter aus, jetzt im Süden.

© Roland Fengler, NNZ Die Stadt Nürnberg baut ihr Straßenbahnnetz weiter aus, jetzt im Süden.

Die Stadt Nürnberg baut ihr Straßenbahnnetz weiter aus. Nach dem Beschluss des Verkehrsausschusses vom Donnerstag, 22. September 2022, kann die Verwaltung nun ins Planfeststellungsverfahren gehen. Konkret handelt es sich dabei um die geplante Straßenbahnlinie 4 von der Endhaltestelle Gibitzenhof über die Dianastraße und Minervastraße bis zum Anschluss an die Linie 5 in der Julius-Loßmann-Straße (Höhe Finkenbrunn). Die Neubaustrecke misst annähernd zwei Kilometer und schließt die Lücke zwischen Gibitzenhof und Gartenstadt.

Dabei bietet der realisierbare Lückenschluss in der Minervastraße, die derzeit auch als Umleitung für die zu sanierenden Hafenbrücken dient, mehr Flexibilität und Möglichkeiten für neue Konzeptionen des Liniennetzes für die Straßenbahn, wie es heißt. Die Straßenbahn soll auf diesem Stück künftig getrennt vom Individualverkehr auf einem Rasengleis verlaufen. Die vorhandene Wendeschleife in Höhe der Löffelholzstraße wird zurückgebaut und durch eine neue Anlage in Höhe der Nimrodstraße ersetzt.

Eine Maßnahme, deren Effizienz vom verkehrspolitischen Sprecher der CSU, Max Müller, angezweifelt wurde. Planungs- und Baureferent Daniel Ulrich argumentierte, dass dadurch die Haltestelle Gibitzenhof im Straßenraum barrierefrei ausgebaut werden könne. Außerdem können dort Fahrgäste in Richtung stadteinwärts an einem Bahnsteig einsteigen - egal, ob der Zug von der zukünftigen Wendeschleife oder vom Südfriedhof kommt. Auch nahe des Minervaplatzes wird eine neue barrierefreie Haltestelle entstehen.

Bei der Maßnahme soll auch die Situation für die Radfahrer verbessert werden.

Bei der Maßnahme soll auch die Situation für die Radfahrer verbessert werden. © ADFC Nürnberg, NN

Die Maßnahme soll auch die Bedürfnisse von Fußgängern, Fahrradfahrern sowie Menschen mit Handicap berücksichtigen. So sollen die Radverkehrsanlagen in der Minervastraße saniert werden. Die Überwege an den Lichtsignalanlagen sollen barrierefrei und mit Blindenleitsystem ausgestattet werden.

Die Kosten für die Maßnahme werden auf 30 Millionen Euro geschätzt.

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