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Mehr Sicherheit für den PC? Diese Tipps können helfen!

Vortrag in Nürnberg vermittelte wichtige Grundregeln - 22.10.2018 14:46 Uhr

Im "Computer Club 50 plus" lernen Senioren unter anderem, wie man sich vor Gefahren aus dem Netz wirksam schützen kann. © Mascha Brichta, dpa


Eigentlich, sagt Philipp Demling, ist es gar nicht so schwer, einigermaßen sicher im Internet unterwegs zu sein: "Mit ein paar einfachen Regeln kann man schon recht viel erreichen", sagt der Sonderschullehrer im Ruhestand. Regeln, die er seinen rund 40 Zuhörern im Rahmen des "Nürnberg Digital Festival" in einem Vortrag vermitteln will. Besonders wichtig sei es, das Betriebssystem mit Updates permanent auf dem neuesten Stand zu halten. "Meistens sind das Sicherheitsupdates, die den PC schützen", weiß Demling.

Wichtig dabei: Der Computer muss lange genug mit dem Internet verbunden sein, um sich das Update herunterladen zu können. "Einmal die Woche für etwa eine Stunde ins Internet zu gehen, ist daher absolut sinnvoll." Hanne K. ist schon zum dritten Mal beim "Computer Club Nürnberg 50 plus" zu Gast. Der Verein, in dem auch Demling Mitglied ist, hat die Veranstaltung organisiert. "Als ich noch gearbeitet habe, hatte ich immer Kollegen, die mir geholfen haben, wenn ich Probleme mit dem PC oder dem Smartphone hatte", berichtet die Ruheständlerin. "Heute muss ich das alles selber machen."

Viren-Programm ist Pflicht

Damit das noch besser klappt, sitzt sie bei dem rund 60-minütigen Vortrag von Philipp Demling im Publikum. "Das hat mir auf jeden Fall wieder etwas gebracht. Wenn man grobe Fehler vermeiden kann, ist es doch schon gut", zieht sie ein positives Fazit. Besonders interessiert hört sie zu, als der Experte erklärt, wie man sich bei Downloads aus dem Internet vor Viren schützen kann. Demling rät Nutzern, die Programme zunächst auf den Computer herunterzuladen, ohne sie direkt auszuführen. Auf der Homepage virustotal.com kann man sich dann vergewissern, dass die Datei frei von Schadsoftware ist.

Mehrere Dutzend Anti-Viren-Programme "röntgen" in Sekundenschnelle das fragliche Programm und geben – wenn alles in Ordnung ist – grünes Licht. Dennoch ist der kostenlose Service von virustotal.com kein Ersatz für ein Anti-Viren-Programm auf dem Rechner. "Wer sensible Daten auf dem PC verarbeitet, zum Beispiel, weil er Online-Banking betreibt, sollte zu einem kostenpflichtigen Virenscanner greifen. Für alle anderen reichen die Gratis-Versionen meist aus", erklärt er.

Ruheständlerin ist jetzt bei Whatsapp

Außerdem rät er, Dokumente, Bilder oder Videos regelmäßig auf einer externen Festplatte zu sichern. Sinnvoll sind Anti-Viren-Programme auch für Smartphones, betont Demling: "Apple-Geräte schützen sich selbst, aber Nutzer von Android-Geräten müssen sich per App einen Virenscanner installieren." Längst besitzt auch Hanne K. ein Smartphone. Die 64-Jährige hat beim Computer Club 50 Plus gelernt, wie sie damit richtig umgeht.

Das sei gar nicht so kompliziert. "In den Kursen merkt man außerdem, dass andere mit ähnlichen Problemen kämpfen wie man selbst." Inzwischen nutzt sie den Messenger-Dienst Whatsapp. Das gefalle auch ihrer Familie, sagt Hanne K. und fügt hinzu: "Oder glauben Sie, meine Nichten wollen mir noch Briefe schreiben?" 

Dominik Mayer Nürnberger Zeitung E-Mail

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