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Mit Zuschuss der Stadt: Das bietet ein E-Lastenrad

Nürnbergerin Jutta Nerrlich berichtet von ihren Erfahrungen - 06.06.2019 21:03 Uhr

Lastenräder mit Elektroantrieb wurden von der Stadt Nürnberg mit 1000 Euro bezuschusst. © André De Geare, NN


100.000 Euro packte die Kommune in einen Fördertopf, damit sollen Lastenräder beim Kauf mit je 500 Euro (Muskelantrieb) und mit je 1000 Euro (Elektroantrieb) bezuschusst werden. "Zwei Tage nachdem wir das Portal im Internet geöffnet hatten war der Topf leer", berichtet Umweltreferent Peter Pluschke (Grüne). Über 400 Anfragen und mehr als 200 Anträge gingen ein. "Wir konnten schließlich nur gut 100 Anträge berücksichtigen nach dem Motto: Wer zuerst kommt, malt zuerst."

Jutta Nerrlich war eine der über 100 Antragstellerinnen und Antragsteller. "Wir haben zwei Autos zu Hause. Hinter unseren Zweitwagen haben wir jetzt ein dickes Fragezeichen gesetzt, den stoßen wir vielleicht bald ab", sagt sie. Das Lastenrad sei mittlerweile fester Bestandteil ihrer Familie geworden. Der Elektromotor unterstützt beim Treten, rollt das Gefährt schneller als 25 Kilometer pro Stunde, dann schaltet er sich automatisch ab. Dann geht der komplette Antrieb auf die Muskeln.

Fördermittel auch 2020 möglich

Die Nürnbergerin war auch der Antrieb in Sachen städtische Förderung. Aber nicht die Grünen oder die SPD griff ihren Vorschlag auf, mit einer finanziellen Hilfe den Kauf von Lastenrädern anzukurbeln – es war die CSU, die ihr antwortete und im Stadtrat einen entsprechenden Antrag einbrachte. "Das hat mich überrascht. Ich hab fast alle Parteien angeschrieben, nur von der CSU bekam ich eine konstruktive Antwort."

Ob das dem Grünen Umweltreferenten einen kleinen Stich versetzt? "Nein. Die Grünen und auch die SPD haben auch schon diverse Anträge verfasst, die in Richtung Klimaschutz gehen. Geht es um dieses Ziel, ist es mir egal, wer den Vorschlag einbringt. In diesem Fall wurde parteiübergreifend zugestimmt."

Wird es im nächsten Jahr wieder Fördermittel geben? Peter Pluschke: "Ich hoffe auf ein Signal des Stadtrats, dass dafür auch 2020 Geld zur Verfügung gestellt wird." 

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