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Mitten in Nürnberg: Behörden beraten rund ums Thema Beruf

Foto: Eduard Weigert Datum: 9.11.16..Mitarbeiterportrait....Silke Roennefahrt
Silke Roennefahrt

Lokalredaktion

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27.6.2022, 12:24 Uhr
Blick in die neue Beratungsstelle: Die IHK hat in Nürnberg den Pop-up-Store "Jobstarters" eröffnet.

© Eduard Weigert, NNZ Blick in die neue Beratungsstelle: Die IHK hat in Nürnberg den Pop-up-Store "Jobstarters" eröffnet.

Früher hat hier eine Modekette ihre Kollektionen verkauft, jetzt hat die Industrie- und Handelskammer Nürnberg für Mittelfranken den früheren Laden gemeinsam mit mehreren Partnern in ein Beratungszentrum verwandelt und den Pop-up-Store "Jobstarters" eröffnet. Mitten in Nürnberg, am Josephsplatz 13, gibt es Informationen aus einer Hand zum Thema Aus- und Weiterbildung. Egal, ob es um einen Last-Minute-Ausbildungsplatz oder um die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse geht: Ohne vorherige Anmeldung können die Menschen kommen und mit den verschiedenen Bildungsexperten sprechen.

Neben der IHK sind die Agentur für Arbeit, das Jobcenter und die Stadt Nürnberg an dem Projekt beteiligt, das sich an Ratsuchende aus der gesamten Region richtet und vorerst bis zum Jahresende laufen soll. Mit zwei kürzeren Pop-up-Angeboten, so im Frühjahr in der Breiten Gasse, habe die IHK bereits gute Erfahrungen gemacht, sagt Hauptgeschäftsführer Markus Lötzsch. Der Bedarf sei groß, es habe sich gezeigt, "dass wir gemeinsam zu den Interessierten gehen müssen", so Lötzsch. "Jetzt starten wir deshalb in ein längeres Rennen."

Gleich zum Auftakt gibt es am Dienstag, 28. Juni, von 11 bis 18 Uhr eine Last-Minute-Börse für Abiturienten. Neben Ausbildungsmöglichkeiten für Schulabgänger, Geflüchtete und Studienaussteiger sind aber auch berufliche Qualifizierungen und finanzielle Fördermöglichkeiten Themen der Beratungsstelle. Außerdem sei man offen für sämtliche Fragen rund um den beruflichen Werdegang, sagt Lötzsch. "Das Angebot ist auch für uns eine Wundertüte, weil das Programm noch nicht abschließend feststeht."

Die Menschen könnten auch häufiger vorbeikommen und sich beraten lassen, betont Kristina Lang, Geschäftsführerin operativ der Agentur für Arbeit Nürnberg, "völlig unkompliziert und ohne den typischen Behördengang". Die Hemmschwelle solle möglichst niedrig sein. Sabine Schultheiß, Geschäftsführerin des Jobcenters Nürnberg, möchte im Pop-up-Laden auch über die digitalen Angebote der Behörde informieren. "Diese Optionen sind noch viel zu wenig bekannt. Wir erklären gerne, was da alles möglich ist und helfen bei der Umsetzung."

Schultheiß hat zudem besonders die Frauen im Blick und will zum Beispiel über Angebote wie Ausbildungen in Teilzeit aufklären. Mittlerweile gebe es sehr viele Möglichkeiten in diesem Bereich, wie die Experten betonen. Hintergrund ist der dramatische Fachkräftemangel, der sich laut Lötzsch derzeit durch alle Branchen zieht. "Die Azubis können sich die Stellen mittlerweile wirklich aussuchen."

Information: Der Pop-up-Store "Jobstarters" am Josephsplatz 13 in Nürnberg ist ab sofort montags bis freitags von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

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