Donnerstag, 17.10.2019

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Nach Ende der Grillsaison: Sör zieht die Müll-Bilanz

Nach einem holprigen Start folgt dennoch ein positiver Eindruck - 17.09.2019 05:40 Uhr

Zu Beginn der Grillsaison wurde schnell klar, dass die vorhandenen Papierkörbe – wie hier im Marienbergpark – an warmen Wochenenden viel zu klein sind. Sör reagierte. © Jo Seuß


Nun hat es jeder selbst in der Hand, für Ordnung zu sorgen. Das sagte Bürgermeister und Sör-Chef Christian Vogel kurz nach dem Beginn der diesjährigen Grillsaison, nachdem seine Sör-Mitarbeiter im Marienbergpark und im Pegnitztal-West größere Abfallbehälter aufgestellt und der Grillplatz in Katzwang eine neue Kohlesammelstelle bekommen hatte.

Sör reagierte damit ziemlich zügig auf die überfüllten Papierkörbe und verschmutzten Rasenflächen, die bereits an den ersten beiden warmen Wochenenden des Jahres für Unmut sorgten. Danach wurde tatsächlich (fast) alles besser – und Sör zieht nach einem etwas holprigen Start eine insgesamt positive Bilanz.

"Die neuen Müllcontainer werden angenommen. Anscheinend aber mit Deckel, den man erst selbst aufmachen muss, schlechter als ohne. Wir beobachten das und werden uns da noch mal was überlegen", sagt Vogel.

Es geht an die Feinheiten

Mehr Platz für Müll: Die Behälter stehen im Marienbergpark und im Pegnitztal. © Jo Seuß


Auch der Einsatz eines Sicherheitsdienstes auf den öffentlichen Grillplätzen wirke sich positiv auf die Sauberkeit aus und beuge Vandalismus vor. Die Müllbeutel, die die Mitarbeiter außerdem verteilt haben, finden sich am Ende eines sonnigen Tages meist in den Abfalleimern und Containern wieder, wo sie hingehören. "Ein Container wurde abgefackelt, da trotz Verbot heiße Asche mitsamt dem Grill reingekippt wurde. Den Schaden haben wir beseitigt – und eine Metalltonne bestellt", so Vogel. An den Feinheiten müsse man mancherorts noch feilen, "aber insgesamt ist das Fazit zum Einsatz der größeren Container und des Sicherheitsdienstes positiv".

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Anfängliche Absprache-Probleme hinsichtlich der jeweiligen Einsatzzeiten zwischen Polizei, Ordnungsdienst und Kommunalem Außendienst (ADN) konnten aus Vogels Sicht auch schnell ausgeräumt werden. "Jetzt ist allen bekannt, wer wann wo unterwegs ist."

Wiederholungstäter mussten zahlen

Bis Anfang September hat der ADN 593 Personen, die in Grünanlagen außerhalb der ausgewiesenen Grillzonen oder außerhalb der vorgesehenen Zeiten gegrillt haben, angesprochen und aufgeklärt. "Die Betroffenen wurden mündlich verwarnt und gebeten, in die entsprechenden Grillzonen umzuziehen beziehungsweise die Grillzeiten zu beachten", sagt Vogel. Griller, die in Grünanlagen angetroffen wurden, in denen ein generelles Grillverbot herrscht – wie etwa an der Wöhrder Wiese –, seien aufgefordert worden, ihr Barbecue dort zeitnah zu beenden und künftig zu unterlassen.

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"Erfreulicherweise wurde den Anordnungen des ADN nahezu vollständig Folge geleistet", bilanziert Vogel. Lediglich in zwei Fällen sei gegen Wiederholungstäter, die mehrfach außerhalb der ausgewiesenen Grillzone gegrillt hatten, ein Verwarnungsgeld ausgesprochen worden.

Stefanie Taube

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