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Nach Germania-Aus: Keine Finanzspritze für Nürnberger Airport

Airline war für Dürer-Airport von großer Bedeutung - Geld soll es aber nicht geben - 06.02.2019 14:30 Uhr

Trotz Germania-Aus wird der Airport Nürnberg keine finanzielle Unterstützung vom Freistaat bekommen. © Stefan Hippel


Statt in der Urlaub zu fliegen, verbrachten am Dienstag etliche Passagiere viele lange Stunden am Flughafen Nürnberg. Der Grund dafür: Die Berliner Airline Germania hatte in der Nacht zum Dienstag wegen einer Insolvenz den Flugbetrieb komplett eingestellt. Diese wichtige Information konnte die meisten Urlauber jedoch gar nicht so schnell erreichen - am Nürnberger Airport standen die Passagiere dann aber vor geschlossenen Schaltern. Besonders bitter für die Betroffenen: Wer sein Ticket direkt bei Germania gebucht hat, hat weder Anspruch auf Ersatzbeförderung noch auf eine Rückerstattung der Flugkosten.

Der Airport war von der Germania-Insolvenz offenbar genauso überrascht wie die Fluggäste. Zumal die Airline für den Flughafen Nürnberg von großer Bedeutung war: Germania war am Albrecht-Dürer- Airport zuletzt die größte Urlaubs-Fluglinie und mit einem Marktanteil von rund elf Prozent der drittgrößte Anbieter.

Folgende Grafik zeigt, welche Direktziele Germania von Nürnberg aus angeflogen hat. Die Ziele, vor denen sich ein blauer Punkt befindet, sind auch mit anderen Gesellschaften erreichbar. © Redaktionsservice



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Finanzielle Unterstützung vom Freistaat wird es für den Airport trotz dieser Krisensituation allerdings nicht geben, das wurde am Mittwoch bekannt. "Die Insolvenz der Germania ist bedauerlich, aber der Flughafen Nürnberg ist sehr gut aufgestellt und liegt in einer wirtschaftsstarken Region", sagte ein Sprecher des bayerischen Wirtschaftsministeriums am Mittwoch.

Er zeigte sich optimistisch, dass für die Airline attraktiver Ersatz an Bayerns zweitgrößten Flughafen komme. Regionale Flughäfen im Freistaat wie etwa auch in Memmingen können aus Sicht von Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) eine Entlastungsfunktion für das internationale Drehkreuz in München übernehmen. "Diese wird aus meiner Sicht in den nächsten Jahren noch zunehmen", sagte Aiwanger. 

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als/dpa

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