Nach S-Bahn-Streit: Ist der Bahnsteig breit genug?

30.1.2019, 05:59 Uhr
Wie konnte es dazu kommen? Die Frage stellen sich sicher viele.

Wie konnte es dazu kommen? Die Frage stellen sich sicher viele. © NEWS5 / Friedrich

Nach dem tödlichen Streit in der Nacht zum Samstag, bei dem drei Personen in das Gleisbett gestoßen und zwei 16-Jährige in der Folge von einem Zug erfasst wurden und starben, sehen aber weder Bahn noch Bundespolizei ein grundsätzliches Sicherheitsrisiko durch eine unzureichende Bahnsteigbreite. "Das ist ein sehr tragischer Vorfall und der gesamte Bahn-Konzern fühlt mit den Hinterbliebenen", so ein Sprecher der DB. Die gesamte Gemeinde Heroldsberg trauert um die beiden Jugendlichen.

Der S-Bahn-Halt Frankenstadion sei aber mit einer Breite zwischen 7,75 und 6,5 Metern sicher und in dieser Form auch vom zuständigen Eisenbahn-Bundesamt zugelassen, ein Umbau nicht geplant. Zudem sorge bei Großveranstaltungen und Fußballspielen der Sonderbahnsteig für Entlastung. Zu solchen Anlässen seien außerdem Mitarbeiter von DB-Sicherheit vor Ort.

Auch die Bundespolizei sieht mit Blick auf das Drama vom Wochenende keinen Grund für Kritik an einer unzureichenden Bahnsteigbreite. Zu dem Zeitpunkt der verhängnisvollen Auseinandersetzung hätten dort zwischen 150 und 200 Menschen auf den Zug gewartet. Damit sei der mehrere Hundert Meter lange Mittelbahnsteig zwischen den S-Bahn-Gleisen aber alles andere als überfüllt gewesen, so Bundespolizei-Sprecher Thomas Gigl. Bei Großveranstaltungen verfüge die Station mit dem Sonderbahnsteig über einen großen Vorteil zur Entlastung. Bei Fußballspielen würde die Bundespolizei dafür sorgen, dass immer nur eine gewisse Anzahl von Fans zu den Zügen gelangen könnte, ansonsten sei für die Lenkung der Reisen grundsätzlich die Bahn mit ihren Mitarbeitern von DB-Sicherheit zuständig. Zudem gibt es hier eine Videoüberwachung.


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Der furchtbare Vorfall am Wochenende aber, der auch bei den Beamten tiefes Entsetzen auslöste, hätte in dieser Form "überall und unabhängig von Ort und Bahnsteig" passieren können, so Gigl.

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