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Nach Überfall: "Gostenhof kocht" friedlich gegen Verdrängung

Linke Gruppierungen trafen sich zum Stadtteilessen am Jamnitzerplatz - 25.07.2015 19:27 Uhr

Unter dem Motto "Gostenhof kocht vor Wut" trafen sich am Samstag 60 Interessierte zum Stadtteilessen gegen "steigenden Mieten, Verdrängung und Ausverkauf".

© Edgar Pfrogner


Bei drei Gängen – von Humus, eingelegtem Gemüse und Salat über Spaghetti mit Ratatouille bis zu Mousse-au-chocolat -  konnten sich die Gäste nicht nur stärken, sondern auch noch besser kennenlernen und über weitere Aktionen beraten.

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"Gostenhof kocht vor Wut": Aktion gegen "Mietwahnsinn" in Gostenhof

Mit einer Kundgebung und der Aktion "Gostenhof kocht vor Wut" protestierten rund 60 Teilnehmer "gegen steigende Mieten, Ausverkauf und Verdrängung" von schwächeren Schichten der Bevölkerung in Gostenhof.


Ein Dutzend Läden und Kneipen beteiligten sich am Vorverkauf, doch aus dem zunächst geplanten Picknick auf dem Jamnitzerplatz wurde nichts: Nach den Vorfällen vor zwei Wochen mit tätlichen Angriffen auf Hausbesitzer hatte die Stadt ein Verbot für den Platz erlassen. "Überzogen", fanden die Organisierte Autonomie und die Initiative "Mietenwahnsinn stoppen" - zumal die Polizei nur noch wegen Sachbeschädigung ermittle und den Vorwurf der Körperverletzung habe fallen lassen.

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Das Essen fand daher im direkt an dem Platz gelegenen Stadtteilladen Schwarze Katze statt, einem Treffpunkt der linken Szene. "Wir lassen uns nicht einschüchtern, und unser Protest geht weiter", sagte eine Sprecherin und kündigte einen monatlichen offenen "Stadtteil-Tresen" an.

Gut gestärkt wollen sich die Teilnehmer am Abend noch zu einer Kundgebung an der Veit-Stoß-Anlage treffen – mit Redebeiträgen, Musik und Literatur. Ein angekündigter Feuer-Artist hat unterdessen abgesagt.

woh

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