Nervige Schlangen: Club will Situation am Einlass entschärfen

23.8.2018, 06:00 Uhr
So entspannt wie bei dieser Personenkontrolle geht es am Eingang des Max-Morlock-Stadions bei weitem nicht immer zu. Damit die Fans möglichst stressfrei zu ihrem Platz kommen, gibt es künftig ein paar Neuerungen. (Symbolbild)

So entspannt wie bei dieser Personenkontrolle geht es am Eingang des Max-Morlock-Stadions bei weitem nicht immer zu. Damit die Fans möglichst stressfrei zu ihrem Platz kommen, gibt es künftig ein paar Neuerungen. (Symbolbild) © Michael Matejka

Am Samstag zur Hertha, die Woche drauf zu Hause gegen Mainz 05: Die Club-Fans können den Start der neuen Bundesligasaison kaum noch erwarten. Nicht nur auf dem Trainingsplatz, auch hinter den Kulissen laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. So hat der Verein im Sommer mit dem neuen Sicherheitsdienst, der Power Personen-Objekt-Werkschutz GmbH aus Hamburg, die Kritikpunkte am Einlass analysiert und nach Lösungen gesucht, wie FCN-Sprecherin Katharina Fritsch auf Anfrage erklärt. 

Klar ist, dass der FCN die Zahl der Ordner, die Personenkontrollen durchführen, gegenüber der Vorsaison erhöhen wird. Darüber hinaus schafft der Club die Extra-Fraueneingänge ab, "die aufgrund der baulichen Infrastruktur" in Nürnberg in den vergangenen zwei Jahren keine Vorteile gebracht hätten, wie Fritsch mitteilt. Künftig werde das weibliche Ordnerpersonal hinter den männlichen Kollegen in voller Breite postiert. 

Weibliche wie männliche Club-Fans können das Max-Morlock-Stadion künftig also an sämtlichen Eingängen betreten. Damit dürfte sich die Lage am Eingang vor der Nordkurve ein wenig entspannen. In der Vergangenheit kam es dort wiederholt zu dichtem Gedränge. Gerade zum Ende der Zweitligasaison war der Unmut vieler Zuschauer groß, weil sie für ihr Gefühl deutlich zu lange vor den Einlasstoren ausharren mussten. Nicht wenige hatten sogar den Anpfiff beim wichtigen Spiel gegen Braunschweig und dem Saisonfinale gegen Düsseldorf verpasst.

Auch deshalb hat der Verein, wie angekündigt, in der Sommerpause mit der Stadt Gespräche geführt. "Umfassende bauliche Änderungen sind derzeit aber leider nicht umzusetzen“, räumt Fritsch ein und macht dafür die "nicht zufriedenstellende bauliche Konstruktion der Eingänge" verantwortlich, von denen es außerdem zu wenige gebe. 
Damit alle Fans ihren Verein pünktlich zum Anpfiff sehen können, werden die Stadiontore künftig schon 120 statt bisher 90 Minuten vor Spielbeginn geöffnet.

Tore nach Spielschluss offen

Der Verein möchte das Publikum weiterhin zu einem frühen Zutritt motivieren. Wie das gelingen soll, werde derzeit noch diskutiert, so Fritsch. Engpässe kurz vor Spielbeginn würden sich auch künftig kaum vermeiden lassen. 

Und wie sieht es nach dem Schlusspfiff aus? Generell werden die Einlasstore laut Fritsch nach Spielende zum Verlassen des Stadions geöffnet. Im Einzelfall kann es aber Ausnahmen geben. So wollten die Verantwortlichen bei der ausverkauften Partie gegen Düsseldorf aus Sicherheitsgründen dafür sorgen, dass nicht noch weitere Fans das Stadion betreten. Dort feierten bereits die maximal erlaubten 50.000 Menschen den Aufstieg beider Teams.

11 Kommentare