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Neue Halle für die Falcons: Die Suche geht weiter

Zwei Vereine verhandelten erfolglos mit dem Zweitligisten - 24.07.2018 06:55 Uhr

Ratlosigkeit bei Ralph Junge? Die Pläne für eine neue Halle liegen derzeit auf Eis. © Sportfoto Zink / OGo


"Das Projekt ist nicht abgeschrieben, es ist liegt aber auf Eis", betont Robert Seel, Vorsitzender des Vereins DJK Berufsfeuerwehr Franken Concordia, der in Ziegelstein ansässig ist. Im Januar 2018 wollte man dort eigentlich Nägel mit Köpfen machen: Im Zuge einer Umgestaltung des Vereinsgeländes an der Hofer Straße sollten Spielfelder verschoben werden, damit soziale Einrichtungen (mit Hort, Altenheim und Demenzzentrum) geschaffen werden sowie eine neue Ballsporthalle entstehen kann.

Doch trotz positiver Verhandlungen im Vorfeld mit dem Basketballclub Nürnberg Falcons BC erfolgte dann ein überraschender Rückzieher. Da die Stadt der DJK beim Hort eine Abfuhr erteilte (dieser soll in der Hugo-Distler-Straße entstehen), muss der Verein das Vorhaben umplanen. Als gutes Signal wertet Seel ein positives Lärmschutzgutachten, das vor kurzem eintraf und bei den Sozialprojekten für frischen Wind sorgen soll.

"Kein Thema für HGN"

Die HG Nürnberg hat ebenfalls mit den "Falcons" über eine Ballsporthalle auf ihrem Gelände in Ziegelstein gesprochen. Laut Sportbürgermeister Klemens Gsell gab es vor über vier Jahren eine erste Anfrage des Hockey-Clubs. Doch aus einer Partnerschaft mit dem Basketball-Zweitligisten ist nichts geworden. Laut dem Ersten Vorsitzenden Stephan Raum ist ein Hallenprojekt derzeit "kein Thema für die HGN". Als Knackpunkt gilt die Finanzierung. Laut Insidern liegen die reinen Baukosten bei einer einfachen Halle bei einer halben Million Euro. Statt einem Neubauprojekt will Raum aktuell ein "Bündnis der Sportvereine" einfädeln, damit diese in Nürnberg an einem Strang ziehen.

Bei den Hallen sieht der HGN-Chef die Stadt gefordert, wo Sportbürgermeister Gsell die Wünsche nach einem Basketballtrainingszentrum ebenso kennt wie die Probleme bei Spielen in der BBZ-Halle, wenn mehr als 1000 Besucher kommen und Zusatztribünen nötig sind. Hier sucht das Hochbauamt gerade nach einer Lösung. Laut Behördenleiterin Petra Waldmann gilt zwar noch Bestandsschutz, doch verschärfte Brandschutzauflagen würden "eine siebenstellige Summe" für entsprechende Umbauten bei Fluchtwegen kosten.

Da durch die Zusatztribünen bereits der Hallenboden gelitten hat und im früheren Messehallen-Komplex größere Umbauten angesagt wären, hält Waldmann die Frage für berechtigt, ob hier nicht ein größerer Kraftakt sinnovll wäre. Antworten darauf muss die Politik liefern, die auch bei einem anderen Punkt gefragt ist: ob bei der Eis-Arena am Dutzendteich eine Basketballhalle für bis zu 2500 Besucher entstehen könnte. Intensive Gespräche mit dem Betreiber darüber laufen laut Klemens Gsell bereits - Ende 2018 könnte darüber die Entscheidung getroffen werden. 

Jo Seuß

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