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Neuer FCN-Shop: Großer Fan-Ansturm auf das "ClubHaus"

Hunderte wollten bei der Eröffnung dabei sein - 17.08.2019 17:03 Uhr

Sogar Akrobatik kann der Club! Bei der Eröffnung des neuen Fan-Shops war einiges geboten. © Michael Matejka


Mit dem Geschenk der Mannschaft zur Eröffnung des Ladens hat es leider nicht geklappt: Statt drei Punkte aus Sandhausen mitzubringen, kommen die Spieler nach der 2: 3 Niederlage mit leeren Händen zurück. Doch die Verlierer von gestern werden zu den Gewinnern von heute: Lange Schlangen der Anhänger bilden sich, um signierte Autogrammkarten zu bekommen. Den Spielern um Trainer Damir Canadi rauchen die Finger.

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Volles "ClubHaus": Erster Blick in den neuen Fan-Shop

Clubprofis am Laternenmast, die Fans im Inneren des neuen Schmuckstücks am Josephsplatz: Zur Eröffnung stürmten Hunderte Anhänger des 1. FC Nürnberg das "ClubHaus" in der Innenstadt. Der neue Fan-Shop soll den Verein in der Stadt etablieren - und eine ganz besondere Liebe manifestieren. Wir haben die Bilder!


Ein bisschen Wiedergutmachung muss sein, denn: "Mir ging es gestern Abend richtig schlecht, ganz schlecht. Ich wollte heute eigentlich gar nicht herkommen", gesteht Paul Vlad offen ein. Doch Ehefrau Sabine hat den 67-Jährigen so lange bezirzt, bis sie schließlich doch zum Josephsplatz aufgebrochen sind. Und es hat sich gelohnt, meint Vlad: Die Atmosphäre im Laden, die Stimmung der Fans - einfach Klasse. Das Paar kauft sich FCN-Aufkleber fürs Auto als Erinnerung.

250 Kilometer Anreise für die Eröffnung

Baumwoll-Mützen, Zollstöcke, Kartenspiele, Hosenträger , Trikots und Trinkflaschen - alles verziert mit dem Logo des 1. FC Nürnberg. Da müssen sich Christoph Trübenbach und sein Vater Peter erst einmal ausführlich umschauen. Die beiden haben eine 250 Kilometer lange Anreise aus Rheinland-Pfalz auf sich genommen, um bei der Eröffnung des "ClubHauses" dabei zu sein.

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Der Kapitän auf Tauchstation: Der FCN in der Einzelkritik

Das ist ein echter Nackenschlag: Der 1. FC Nürnberg verliert in Sandhausen mit 2:3, und das, obwohl die Truppe um Hanno Behrens in Hälfte zwei ausgleicht. Hier kommt die Einzelkritik! Sahen Sie die Club-Profis genau so wie unser Redakteur?


Die Trübenbachs wohnen zwar schon seit 30 Jahren nicht mehr in Nürnberg, doch die Verbundenheit zur Heimatstadt und zum Club ist geblieben. Sohn Christoph wünscht sich vom Vater: ein Ticket fürs Max-Morlock-Stadion, um die Atmosphäre wieder einmal zu schnuppern.

"Der Club ist Teil der Stadt"

Der Club ist kein normaler Fußballverein, der Club ist ein Lebensgefühl, unterstreicht Niels Rossow, Kaufmännischer Vorstand des 1. FC Nürnberg, freudestrahlend. Daher gehe es bei dem Shop nicht allein um den Verkauf von Marketing-Artikeln. Ein Cafe lädt zum Ausruhen und Plaudern mit Fans ein.

Außerdem plane man Veranstaltungen, Ausstellungen, Vorträge: "Der Club ist Teil der Stadt, wir bekennen uns zu Nürnberg und wollen das mit unserem ClubHaus zeigen, das allen offen steht." Es sei eben mehr als nur ein Geschäft für Markenartikel. So eine Einrichtung gebe es bei anderen Vereinen nicht, meint Fan Peter Trübenbach: "Das ist echt erstliga-tauglich."

Canadi staunt über das "überragende ClubHaus"

Die fußballerische Leistung aber noch überhaupt nicht. Clubspieler Enrico Valentini, ein gebürtiger Nürnberger, versprach etwas zerknirscht: "Gegen Sandhausen hat nicht geklappt, was wir uns vorgenommen haben. Wir ärgern uns heute noch, haken es dann aber auch wieder ab. Wir wollen positiv bleiben, es ist ja erst der dritte Spieltag."

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"Völlig orientierungslos": Fans zerpflücken Club nach Sandhausen-Niederlage

Der 1. FC Nürnberg dümpelt vorerst weiter im Niemandsland der zweiten Fußball-Bundesliga. Die Mini-Euphorie nach dem Pokalsieg über Ingolstadt scheint verflogen, die Enttäuschung nach der 2:3-Niederlage gegen den SV Sandhausen sitzt auch bei den Fans im "Glubb In" tief. Wir haben uns umgehört!


Natürlich tue die Niederlage weh, räumt Club-Trainer Damir Canadi ein. Doch schon am Montag bereite man sich auf den nächsten Gegner vor. Canadi staunt über das "überragende ClubHaus". Die Mannschaft wolle das ihrige zu dem positiven Gesamteindruck beitragen, verspricht der Österreicher für die Zukunft.

"Wir sind Cluberer ohne wenn und aber"

Die neue Niederlassung des 1. FC Nürnberg im Stadtzentrum lohnt sich, sagt Rena Krasic aus Wolframseschenbach überzeugt. Sohn Herbert und sie sind mit dem Zug gekommen, seit drei Stunden sitzen sie schon in dem Geschäft, haben Kaffee getrunken, die Fans beobachtet und die Stimmung genossen.

"Wir sind Cluberer ohne wenn und aber" betont Krasic. Seit 30 Jahren, fügt sie rasch an. Zuvor hat sie nämlich für den FC Bayern geschwärmt, vor allem wegen dem "gut aussehenden Karl-Heinz Rummenigge". Doch diese "Jugend-Sünde" ist längst verjährt.

Zumal sich das Spiel des 1. FC Nürnberg sogar auf ihre Arbeit auswirkt: Wenn der Club verliert, dann will die Zeitungsausträgerin nur eines: die frisch gedruckten, schlechten Nachrichten möglichst rasch bei ihren Kunden los werden. "Aber nach einem Sieg, da trage ich die Zeitung mit einer riesigen Freude aus", bekennt die 50-Jährige. In der Nacht zum Montag wird Krasic ihre Kunden mit leisem Seufzen wieder mal in Rekordzeit bedienen ...

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