Neuer SPD-Chef Thorsten Brehm greift Koalitionspartner an

14.3.2015, 13:30 Uhr
Der vorherige Voristzende der SPD in Nürnberg Christian (r.) Vogel übergibt Thorsten Brehm (l.) nicht nur symbolisch das Steuer.

Der vorherige Voristzende der SPD in Nürnberg Christian (r.) Vogel übergibt Thorsten Brehm (l.) nicht nur symbolisch das Steuer. © Horst Linke

Der 30-jährige Sozialwissenschaftler übernimmt das Amt von Christian Vogel (45), der die Nürnberger Sozialdemokraten zwölf Jahre lang geführt hat und sich auf sein Amt als 2. Bürgermeister konzentrieren will. Mit der Wahl und dem Generationenwechsel schreibt die Partei ein Stück Geschichte: Brehm ist nicht nur jüngster Vorsitzender, er ist auch vier Jahre jünger als der Juso-Chef in Nürnberg, Carl Veldmann.

Brehm nennt die SPD "Großstadt- und Nürnberg-Partei". Der CSU - immerhin Koalitionspartner im Rathaus - spricht der neue Vorsitzende ab, das Lebensgefühl in Nürnberg und anderen Großstädten zu treffen. "Die CSU kann Großstadt nicht. Unsere Partei wird im nächsten Jahr 150 Jahre alt. Das zeigt, welche Tradition wir in Nürnberg haben."

Brehm möchte eine selbstbewusste, aber nicht arrogante Partei führen, die noch stärker auf die Bürger zugehen möchte. In Großveranstaltungen soll die SPD den Themen nachspüren, kündigt er an. "In den Großstädten werden die sozialen Fragen unserer Gesellschaft beantwortet", betonte der Mitarbeiter der Bundesagentur für Arbeit, und vereist auf Themen wie Arbeitslosigkeit, Zuwanderung und soziale Teilhabe.

Sein Stellvertreter Nasser Ahmed will die "Nürnberger SPD als linke Volkspartei in Nürnberg etablieren". Klare Kante stärke das Profil der SPD und mache den Wählern den Unterschied zu anderen Parteien deutlich. Die Bundestagsabgeordnete Gabriela Heinrich vervollständigt das neue Führungstrio der Nürnberger Sozialdemokraten.
 

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