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Sonntag, 20.10.2019

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Neuer Vorstand, neuer Ort, neue Themen

Richard-Wagner-Verband - 17.06.2019 15:59 Uhr

Neu an der Spitze der Wagnerianer: Agnes Simona Sires. © Foto: privat


Beim Richard-Wagner Verband ist einiges in Bewegung geraten: Es gibt einen neuen Vorstand, man wechselt das Tagungslokal und es gibt wieder neue Vorträge mit spannenden und sehr kundigen Gästen.

Wegen beruflicher Überlastung musste Dorian Keilhack die Leitung des Nürnberger Ortsverbandes, der auch die angrenzende Region mit betreut, aufgeben. An seiner Stelle führt nun Agnes Simona Sires die Wagner-Freunde. Als ihre Stellvertreterin fungiert Inge Hering. Weiter gehören zum Vorstandsteam auch Schatzmeister Günther Neumann und Schriftführer Harald Jürgen Beißer. Keilhack wird sich weiterhin ebenso wie die langjährige Vorsitzende Ute Bergfeld und Pianist Werner Dörmann im Beirat engagieren.

Schon der nächste Vortrag am 28. Juni findet in "Loew’s Merkur Hotel" (Pillenreuther Straße 1), dem neuen Tagungslokal, statt: Der Nürnberger Musikwissenschaftler Thomas Röder wird ab 15 Uhr über "Richard Wagner und Anton Bruckners sinfonischen Erstling" sprechen.

Einer der besten Kenner der Bayreuther Festpiele, Oswald Georg Bauer, erinnert am 27. September anlässlich von dessen 100. Geburtstag an den dritten Enkel Richard Wagners: "Wolfgang Wagner. Der Festspielleiter. Der Regisseur" heißt Bauers Vortrag. Da sind Informationen aus erster Hand zu erwarten, denn Bauer war lange künstlerisch-wissenschaftlicher Mitarbeiter von Wolfgang Wagner und ist zudem ein anerkannter Chronist der Festspiele.

Mit dem Vater von Wolfgang Wagner wird sich Peter P. Pachl am Samstag, 19. Oktober, bereits ab 11 Uhr beschäftigen. "Siegfried Wagner – Sohn – Erbe – Dirigent – Regisseur – Komponist" so das umfängliche Thema. Pachl, der selbst Regie führt, hat eine Biographie über Siegfried Wagner verfasst und möchte, dass dessen 150. Geburtstag in diesem Jahr nicht ganz in Vergessenheit gerät.

Der Komponist ein "Pumpgenie"?

Ein wunderschönes Thema hat sich der Bayreuther Musikjournalist Frank Piontek ausgesucht: "Richard Wagner und das Geld" heißt sein Leitmotiv am 15. November. Der 55-Jährige möchte Wagners Ruf als ausgebufftes "Pumpgenie" nachhaltig relativieren oder zumindest befragen.

Mit dem Lehrer von Siegfried Wagner beschäftigt sich Günther Neumann am 8. Dezember (15.30 Uhr) im Gemeindezentrum der Gostenhofer Dreieinigkeitskirche. "Engelbert Humperdinck, Wegbereiter und Förderer" nennt Neumann seine Ausführungen. Bevor Humperdinck seinen Welterfolg "Hänsel und Gretel" komponierte, war er übrigens Assistent bei Richard Wagner, der ihn sehr schätzte.

Bei dieser Gelegenheit werden sich auch die dann frisch gekürten Wagner-Stipendiaten für 2020 vorstellen.

JENS VOSKAMP

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