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Nordstädter testen neue Dreifachturnhalle

Beim Stadtteil-Rundgang der SPD-Fraktion wurden viele Themen gestreift — Diskussion über Grolandstraße - 05.08.2013 08:00 Uhr

Probesitzen auf der kleinen Tribüne: Beim SPD-Rundgang wurde die neue Uhlandschulturnhalle inspiziert. © Jo Seuß


Was lange währt, wird endlich gut: Dieser Satz lag vielen der über 40 Teilnehmer auf den Lippen, als sie sich der neuen Dreifachturnhalle näherten. Noch stehen zwar Bauzäune um den schmucken Flachbau mit der markant-rostigen Cortenstahl-Fassade am Westrand des Nordbahnhof-Areals. Doch im Rahmen des SPD-Rundgangs konnten Nordstädter den langersehnten Neubau erstmals inspizieren.

Nachdem der mit Giftstoffen belastete Bodenbelag (der Stadtanzeiger berichtete mehrmals) inzwischen von der verantwortlichen Firma ersetzt wurde, soll der Fertigstellung der Halle (inklusive Dusch- und Umkleideräume) bis zum Beginn des neuen Schuljahrs Mitte September nichts mehr im Wege stehen. Bei der Stippvisite ging der Blick bereits in die Zukunft: Sieben Meter Höhe bis zur Decke macht hier künftig offizielle Volleyballturniere möglich, neben der intensiven Schulnutzung ist ein Stützpunkt für die Fechter vorgesehen und eine kleine Zuschauertribüne mit Holzbänken gibt es ebenfalls. Zudem findet man eine Kletterwand, von der auch der Alpenverein profitieren wird. Und ein neuartiger Aufprallschutz an den Wänden soll Verletzungen beim Sport verhindern.

Ein Grünstreifen plus Rad-Gehweg ist nebenan angelegt worden. © Jo Seuß


Voraussichtlich bis zu den Herbstferien wird es dauern, bis neben der Halle die vier neuen Schulräume (zwei für die Mittagsbetreuung, ein Computerraum, ein kombiniertes Musik-Kunst-Zimmer) und das neue Domizil für den Jugendtreff fertig sind. Dieser wird künftig in der Uhlandstraße 44 residieren. Das Containergebäude des „U43“, das schräg gegenüber steht, wird abgerissen. Die Jugendlichen schauen vor allem sehr erwartungsvoll auf den „Bolzkäfig“ nebenan, der bereits fertig ist.

Grünstreifen angelegt

Hinter dem Neubaukomplex, dessen Kosten mit 10,06 Millionen Euro laut Stadt im veranschlagten Rahmen bleiben werden, hat sich in den letzten Monaten viel auf dem früheren Nordbahnhof getan, an den übrigens bald eine Tafel erinnern soll. Von Schienen ist jedenfalls nichts mehr zu sehen, dafür zieht sich bereits ein neu angelegter Grünstreifen plus Rad-Gehweg von der Grolandstraße in Richtung Nordring. Dort soll die alte, breite Eisenbahnbrücke abgerissen und durch einen wesentlich schmaleren Steg ersetzt werden.

Während die ersten der insgesamt 85 geplanten Reihenhäuser bereits bezogen sind, nehmen auch die weiteren 135 Eigentumswohnungen, die in bis zu fünfgeschossigen Gebäuden entstehen, zunehmend Formen an. Klar ist: Das Wohnviertel wird über die Grolandstraße und mehrere nach Partnerstädten benannten Stichstraßen erschlossen, der Gewerbe-Bereich hinten bekommt eine Anbindung vom Nordring.

Für Diskussionen sorgte insbesondere der geplante Umbau der Grolandstraße. Sie soll auf sechs Meter verschmälert werden und mehrere Engstellen bekommen, damit die Autofahrer gebremst werden. Anlieger befürchten trotzdem, dass der Verkehr durch die neuen Bewohner steigen wird.

Ängste gibt es gerade bei Eltern, deren Kinder in die Uhlandschule gehen. Die bestehende Ampel soll dort abgebaut werden, sobald der Kreuzungsbereich um die Hälfte verkleinert wird. Der modifizierte Entwurf der Verkehrsplaner sieht Tempo 10, einen gepflasterten Belag und Rampen auf beiden Seiten vor, damit der „Charakter eines verkehrsberuhigten Bereichs“ entsteht.

Mittelschulrektor Rudolf Groh zeigt sich zufrieden, dass die Anregungen der Uhlandschule von den Planern weitgehend übernommen wurden. Die Straßenplanungen müssen nun im Rathaus diskutiert und im Herbst vom Verkehrsausschuss beschlossen werden. Die Finanzierung ist bisher noch nicht gesichert.
  

Jo Seuß

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