"Nügida" bekommt am Rosenmontag ordentlich Gegenwind

4.2.2015, 10:00 Uhr
Schon am Freitag zeigten diese Teilnehmer von „Nürnberg hält zusammen“ ihre Überzeugung. Für den 16. Februar sind noch mehr Demos angemeldet.

Schon am Freitag zeigten diese Teilnehmer von „Nürnberg hält zusammen“ ihre Überzeugung. Für den 16. Februar sind noch mehr Demos angemeldet. © Foto: Roland Fengler

Die Organisation plant am 16. Februar ab 19 Uhr die erste Kundgebung. Diese soll an der Lorenzkirche beginnen, durch die Karolinenstraße verlaufen und am Jakobsplatz enden. Mit wie vielen Teilnehmern die Veranstalter rechnen, bleibt ebenso im Dunkeln wie die Initiatoren selbst - schließlich kommunizieren diese in erster Linie anonym über eine Facebook-Seite. Diese hat bisher rund 1750 Klicks auf den Button "Gefällt mir".

Bei seinem Auftritt auf der Kundgebung "Nürnberg hält zusammen" hatte Oberbürgermeister Ulrich Maly am Freitag gewarnt: "Die da, die unter Nügida als örtliche Vertreter der sogenannten Pegida-Bewegung auftreten, sind weder Volksversteher noch Volksvertreter." Stattdessen seien das einschlägig bekannte Figuren aus der rechten Szene. Dem widersprachen in einem Interview mit den Nürnberger Nachrichten drei angebliche NüGIDA-Organisatoren. Ihre Namen wollten sie trotzdem nicht nennen.

Sie und ihre Anhänger werden sich auf einige Gegendemonstrationen einstellen müssen. So plant "NOnügida" einen „Rosenmontags-Fasching gegen Nügida“, bei dem sich die Teilnehmer nach Möglichkeit „bunt und fantasievoll“ verkleiden sollen. Die Kundgebung soll am 16. Februar ab 18 Uhr an der Lorenzkirche stattfinden.

"Horde von Antidemokraten"

Eingeladen seien bei der „breiten gesellschaftlichen Front gegen Rassismus und Nationalismus“ alle Menschen in der Metropolregion Nürnberg, teilt Peter Müller vom Organisationsteam mit. Seiner Ansicht nach versammelten sich bei den verschiedenen „gida“-Ablegern in Bayern sämtliche Gruppierungen der extremen Rechten. „Eine solche Horde von Antidemokraten darf unserer Meinung nach keinen Marsch durch Nürnberg antreten!“

Auch das Nürnberger Bündnis Nazistopp hat für den 16. Februar beim Ordnungsamt eine Gegenkundgebung angemeldet. Da man mit der Stadt noch in Verhandlungen stehe, würden Einzelheiten erst später bekanntgegeben.

Übrigens will auch die Nürnberger Montagsdemo gegen die Hartz-Gesetze am 16. Februar bis 20 Uhr auf die Straße gehen. Nach Auskunft des Nürnberger Bündnisses Nazistopp teilten sie mit: „Wir lassen uns den Montag nicht von diesen Rassisten klauen.“

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