Nügida ist wieder da: Demo am Montag sorgt für Sperrungen

9.3.2015, 06:26 Uhr
150 Teilnehmer nahmen an der ersten Nügida-Demonstration teil. Sie trafen auf 1500 Gegner.

150 Teilnehmer nahmen an der ersten Nügida-Demonstration teil. Sie trafen auf 1500 Gegner. © Michael Matejka

Nach ihrem Zerwürfnis mit der rechtspopulistischen Pegida-Bewegung, die am Donnerstag am Jakobsplatz demonstriert hatte, will auch Nügida Präsenz in Nürnberg zeigen: Die Islamgegner um den ehemaligen NPD-Funktionär Rainer Biller treffen sich dazu um 20 Uhr am U-Bahnhof Frankenstraße. Von hier wollen sie zum Hiroshimaplatz, gegenüber dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, und zurück marschieren.

Der Protestzug hat großflächige Behinderungen zur Folge. Die Polizei sperrt bereits ab 16 Uhr die Ulmen-/Frankenstraße zwischen Gibitzenhof- und Münchener Straße sowie die Pillenreuther Straße zwischen Gudrun-und Frankenstraße für den Autoverkehr. Auch die Allersberger Straße zwischen Gudrun-/Wodanstraße und Frankenstraße und die Katzwanger Straße stadteinwärts ab der Ingolstädter Straße werden abgeriegelt.

Wer von der Südstadt ins Zentrum oder in die entgegengesetzte Richtung will, muss daher auf die Münchener oder die Gibitzenhofstraße ausweichen. Die Sperren dauern bis in die späten Nachtstunden.

Auch im Nahverkehr wird nicht alles reibungslos laufen, warnt die VAG. So muss etwa der U-Bahnhof Frankenstraße gegen 19.30 Uhr auf unbestimmte Zeit gesperrt werden, die Züge werden die Haltestelle überspringen. Fahrgäste werden gebeten, bereits an den Stationen Maffeiplatz und Hasenbuck ein- und auszusteigen. Auch die Buslinie 58 wird ausgebremst: sie hält nicht am Busbahnhof Frankenstraße.

Die 65 hingegen fährt ab den Haltestellen Markgrafenstraße und Bayernstraße eine großräumige Umleitung - die Haltestellen Lothringer Straße, Frankenstraße, Tiroler Straße und Hiroshimaplatz können demnach nicht bedient werden. Auch auf der Straßenbahnlinie 5, sowie bei den Buslinien 51, 651 und 67 kann es zu Behinderungen kommen.

Gegen-Proteste für 18 Uhr geplant

Unbehelligt marschieren werden die Nügida-Anhänger trotz der Sperren nicht können. Es ist erneut mit starken Gegendemonstrationen zu rechnen. Das Antifaschistische Aktionsbündnis hat bereits zu einer Kundgebung an der Frankenstraße aufgerufen. Das Motto: "Den Nazis überlassen wir nicht die Straße!" Diese beginnt bereits zwei Stunden vor dem rechten Aufmarsch um 18 Uhr. Auch die IG Metall will ab 20 Uhr dort demonstrieren.

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