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Nürnberg: Demo-Verbot für türkische Nationalisten gefordert

Linke Liste kritisiert Kundgebung - "Werden uns nicht einschüchtern lassen" - 17.09.2015 06:00 Uhr

Trotz eines Versammlungsverbots ist es am Sonntag in Essen zu Auseinandersetzungen zwischen einigen Hundert Türken und Kurden gekommen. © dpa


Die Partei fordert die Stadt dazu auf, die Veranstaltung zu verbieten. "Damit wird der Hass, den Präsident Erdogan in der Türkei verbreitet, nach Nürnberg getragen", sagt die Linken-Stadträtin Marion Padua. Es gebe in den sozialen Medien bereits rassistische Drohungen gegen linke Vereine sowie gegen die Stadträtin der Linken Liste, Özlem Bahadir.

"Wir werden uns nicht einschüchtern lassen", sagt Bahadir. Bereits im Vorfeld zu der angemeldeten Demonstration sei Gewalt angekündigt worden. In mehreren deutschen Städten habe es zudem in den vergangenen Tagen Attacken nationalistischer und rechter Türken gegen Linke sowie kurdische Einrichtungen und Demonstranten gegeben.

In Hannover wurde bei einer Demo ein Mensch mit einem Messer schwer verletzt. Im schweizerischen Bern fuhr bei einer Demo ein Auto in eine Gruppe von Teilnehmern. Die Polizei ermittelt noch die Hintergründe. Stadträtin Bahadir sagt dazu: "Gewaltbereite türkische-nationalistische Demonstrationen dürfen in Deutschland nicht stattfinden."

nn

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