Kreuzung repariert

Nürnberg: Pannen-Fahrbahn in Wöhrd wird wieder für Verkehr freigegeben

14.1.2022, 10:35 Uhr
In der Bauvereinstraße hatten es die Anlieger zuletzt wieder recht ruhig: Seit November blieb ihre Kreuzung wegen der Mängelbeseitigung beim neuen Straßenbelag für den Verkehr gesperrt.

In der Bauvereinstraße hatten es die Anlieger zuletzt wieder recht ruhig: Seit November blieb ihre Kreuzung wegen der Mängelbeseitigung beim neuen Straßenbelag für den Verkehr gesperrt. © André Winkel, SÖR, Stadt Nürnberg

Diese Baustelle in Wöhrd stand unter keinem guten Stern. Nach mehrwöchigen Nachbesserungen soll die neu gestaltete Kreuzung Bauvereinstraße/Georg-Strobel-Straße jetzt aber endlich wie vorgesehen funktionieren.

Man kann das wohl nur Pfusch nennen. Als der Servicebetrieb Öffentlicher Raum (Sör) im Frühjahr 2021 die frisch gepflasterte Kreuzung nach monatelangen Umbauarbeiten freigab - die Verkehrswege zwischen Bauvereinstraße und Wöhrder Talübergang waren seit Sommer 2020 saniert und neu geordnet worden -, stimmte eigentlich gar nichts. Das Pflaster zeigte nicht nur Unebenheiten, sondern bestand auch aus den falschen Steinen für die Art der Nutzung.

Frost verzögerte die Nachbesserung

Die Neigung der Fahrbahn zur Geschwindigkeitsdrosselung der Autos - die Kreuzung muss nunmehr ohne Ampel auskommen - passte ebenfalls nicht. Am Fahrbahnrand stand das Pflaster neben der Granitrinne über, auch bei den Fugenabständen entdeckte Sör Unregelmäßigkeiten. "Hier wären Schäden nach kurzer Nutzungsdauer programmiert gewesen", erklärt Sör-Sprecher André Winkel.

Schuld war die beauftragte Straßenbaufirma. Sie hatte die Vorgaben der städtischen Ausschreibung nicht erfüllt und musste daher im Rahmen der Gewährleistung nachbessern, so Winkel. Mit diesen Korrekturarbeiten begann die Firma Anfang November. Sie zogen sich nun länger hin als geplant, was auf den Frost im Dezember zurückzuführen gewesen sei; dann kam noch die Weihnachtspause obendrauf. Fußgänger und Radfahrer konnten die Stelle in dieser Zeit passieren, aber für den Autoverkehr kam es zu einer erneuten Vollsperrung der beliebten Achse zwischen Stresemannplatz und Wöhrder See.

Die Beseitigung der Mängel kostet nach Angaben von Sör 60.000 Euro, wovon die Stadt Nürnberg 18.000 Euro übernimmt. Dies sei ein Kompromissangebot gewesen, um einen Rechtsstreit oder noch längere Verzögerungen für die Anwohner zu vermeiden, sagt André Winkel.

1 Kommentar