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Nürnberger Bar ersetzt Plastik-Strohhalme durch Makkaroni

Mit dieser Maßnahme soll langfristig die Umwelt geschont werden - 23.07.2018 20:18 Uhr

Sieht aus wie ein Plastik-Strohhalm, ist aber keiner: In der Bar Celona setzt man zukünftig auf Makkaroni. © Tarik Vahle


Die Europäische Union möchte in Zukunft Plastiksstrohhalme verbieten und Restaurants schauen sich schon nach einer Alternative um. Auf die Idee, die vor knapp einem Monat in Nürnberg umgesetzt wurde, muss man jedoch erst einmal kommen. Statt Strohhalmen verwenden die Finca, die Regenzeit und die Cafe Bar Celona einfach Makkaroni. Aktuell gibt es noch die Möglichkeit, zwischen konventionellen Strohhalmen aus Plastik und Nudeln zu wählen. So wollen die Betreiber herausfinden, wie die ungewöhnliche Idee bei den Gästen ankommt.

Im ersten Moment ist es schwer vorstellbar, dass man aus Makkaroni gut trinken kann. Vor allem, weil Nudeln in Verbindung mit Flüssigkeiten weich werden. "Der Großteil der Gäste - etwa 70 bis 80 Prozent - finden es super", sagt Thomas Buchert, stellvertretender Betriebsleiter in der Finca. "Manche mögen nicht, dass es leicht schleimig wird, und andere sagen, dass man die Strohhalme einfach ganz weglassen soll." Zu einem abweichenden Geschmack habe bisher noch niemand etwas gesagt. 

Buchert selbst ist begeistert von der Idee, weil der Verzicht auf Plastikstrohhalme besser für die Umwelt ist. In den nächsten Wochen wollen die Gastronomen herausfinden, ob sich die Umstellung auch finanziell für das Unternehmen lohnt. Auch ob dieser Trend langfristig erfolgreich bleibt und sich in anderen Restaurants durchsetzt, wird sich noch zeigen. Einen Nachahmer fand die Idee bereits: Die Bielefelder Bäckerei "Backsüchtig" setzt auch auf Nudeln statt auf Plastik. "Hört sich verrückt an, aber funktioniert", sagten die Betreiber. "Und die Umwelt wird es uns danken."

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Selina Bettendorf

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