Nürnberger Dauerwelle nimmt Form an

16.6.2011, 18:29 Uhr
Da staunten die Nürnberger, als eine Gruppe voll ausgestatteter Surfer für ein Fotoshooting am Wöhrder See zusammenkam. Die Nürnberger wollen nun mit verschiedenen Aktionen verstärkt die Werbetrommel für eine dauerhafte Welle auf Höhe des Wöhrder Talübergangs rühren.

© Michael Scharrer/oH Da staunten die Nürnberger, als eine Gruppe voll ausgestatteter Surfer für ein Fotoshooting am Wöhrder See zusammenkam. Die Nürnberger wollen nun mit verschiedenen Aktionen verstärkt die Werbetrommel für eine dauerhafte Welle auf Höhe des Wöhrder Talübergangs rühren.

Das Fotoshooting, zu dem nur knapp zehn Stunden zuvor auf der Facebook-Seite „Initiative Surfen am Wöhrder See“ aufgerufen worden war, war eigentlich für das Stadtmagazin Prinz anberaumt worden, wurde aber von den Passanten begeistert aufgenommen. „Viele haben ihre Handys gezückt und selbst Fotos geschossen“, ist Franziska Schmidbauer, Mitinitiatorin der Facebook-Gruppe, über die vielen positiven Reaktionen des spontanen Treffens begeistert. Auch, dass sich trotz der knappen Ankündigung so viele Surfer am See einfanden, hat sie überrascht.

Mit so viel Zuspruch in der Bevölkerung und innerhalb der Surfszene steigt auch bei den Mitgliedern der Initiative die Motivation, sich für eine dauerhafte Surfwelle im Wöhrder See stark zu machen. Auch bei Lokalpolitikern stößt die Idee auf Zustimmung. „Wir haben mittlerweile aus jeder Partei Befürworter für die Welle“, gibt sich Schmidbauer optimistisch für künftige Stellenweichungen im Stadtrat.

Viele Ideen, für die Welle zu werben

Bevor es jedoch zu einer endgültigen Entscheidung auf politischer Ebene kommt, wollen die Initiatoren vor allem bei der Bevölkerung noch einmal die Werbetrommel für die Nürnberger Dauerwelle rühren. In der kommenden Woche geht eine eigens eingerichtete Homepage online. Noch im Sommer lädt die Initiative zu einer Surf-Film-Nacht, „um der Szene die Möglichkeit zu geben, sich kennenzulernen, gemeinsame Erfahrungen auszutauschen und Nicht-Surfer für den Sport zu begeistern“, so Schmidbauer.

Was ihnen jetzt noch fehlt, ist ein Ingenieur für Hydrologie, der den Surfern wissenschaftlich „und möglichst unentgeltlich“ belegt, dass die Welle auf Höhe des Wöhrder Talübergangs auch in die Realität umsetzbar ist. Denn bisher existiert die Welle nur in ihren Köpfen. Aber allein der Glaube an eine Sache versetzt bekanntlich Berge – in diesem Fall Wellenberge.


 

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