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Nürnberger Impf-Hotline wegen Überlastung zusammengebrochen

Senioren wollten sich telefonisch anmelden - derzeit keine Impftermine verfügbar - 23.02.2021 19:09 Uhr

Die Stadt hatte in den vergangenen zwei Wochen rund 30.000 Frauen und Männer über 80 Jahren angeschrieben, die noch in den eigenen vier Wänden wohnen, und über die Möglichkeiten der Impfanmeldung informiert. Dies lief nicht ganz reibungsfrei: Teilweise führte es bei den Senioren auch zu Verärgerung.

Diese Personengruppe gehört zur höchsten Priorität. Viele meldeten sich bei der Impfhotline, die am Wochenende dadurch deutlich überlastet war. Die Anrufer mussten lange Wartezeiten hinnehmen. Am Montag führte der telefonische Ansturm schließlich zum Zusammenbruch der Hotline. Die Stadt hat daher am heutigen Dienstag eine Aufstockung des Personals veranlasst.

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Dezentrale Standorte sind gefragt

Die Überlastung kam nicht nur durch das große Impf-Interesse an sich zustande. Es gab auch zahlreiche Anrufer, die von ihrem vereinbarten Termin im Impfzentrum am Messegelände zurücktreten und dafür lieber einen Termin an einem dezentralen Standort (in Boxdorf, Laufamholz oder Katzwang) vereinbaren wollten.


Stadt verspricht: Jeder kann sich heuer impfen lassen


Während das Interesse an den dezentralen Impfstationen anfangs sehr gering war, ist es seit vergangenem Donnerstag sprunghaft angestiegen.

Telefon nicht sofort auflegen

Die Stadt bittet darum, bei den bereits gebuchten Terminen im Impfzentrum am Messegelände zu bleiben. Damit sollen mögliche Doppelbuchungen vermieden werden. Außerdem wird darum gebeten, beim Servicetelefon nicht sofort aufzulegen, wenn eine Warteschleife angekündigt wird.

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Die Hotline kann momentan wegen des Impfstoff-Engpasses zwar keine weiteren Termine vergeben, aber über 80-Jährige Nürnberger(innen) können sich dort registrieren lassen. Sobald wieder Vakzin-Nachschub vorhanden ist, rufen Mitarbeiter des Servicetelefons die Impfwilligen an und vereinbaren Termine.

OB König: "Wir vergessen niemanden"

Oberbürgermeister Marcus König unterstreicht: "Wir vergessen niemanden. Jeder bekommt einen Impftermin, wenn er diesen wünscht. Keiner wird leer ausgehen."

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Während die Stadt mitteilt, dass mittlerweile die rund 30.000 Nürnbergerinnen und Nürnberger über 80 Jahre informiert sind, melden sich bei der Lokalredaktion vereinzelt Angehörige, deren über 80-jährige Eltern noch gar keinen Informationsbrief erhalten haben.

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