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Nürnberger SPD freut sich über Eintrittswelle

Wegen des Mitgliederentscheids wurden knapp 200 Menschen Parteimitglieder - 06.02.2018 05:48 Uhr

SPD-Chef Thorsten Brehm muss derzeit viele Parteibücher unterschreiben. Die sind nun sogar ausgegangen. © Foto: SPD Nürnberg


Denn wer bis zum 6. Februar Sozialdemokrat wird, kann über den Koalitionsvertrag abstimmen. "Wir haben so viele Neumitglieder in einem guten Monat wie sonst in einem ganzen Jahr nicht", sagt der örtliche Parteichef Thorsten Brehm. In der Regel dürfe er im Jahr um die 90 neue Gesichter im SPD-Unterbezirk Nürnberg begrüßen.

Ausnahme sei das Jahr 2017 gewesen, als die anfängliche Euphorie um den neuen Bundesvorsitzenden Martin Schulz ebenfalls bundesweit für eine Eintrittswelle sorgte. "In Nürnberg hatten wir vergangenes Jahr 218 Eintritte." Abzüglich von Austritten und Todesfällen habe man 2017 mit einem Plus von rund 100 Mitgliedern beendet. Insgesamt gehören dem Unterbezirk zirka 2600 Personen an.

Der Nürnberger Trend spiegelt sich auch bayernweit wider, wie SPD-Landesgeschäftsführer Olaf Schreglmann der Nürnberger Zeitung sagte. "Wir haben allein seit dem 21. Januar (da stimmte der Parteitag Koalitionsverhandlungen zu, Anm. d. Red.) 2500 neue Mitglieder." Damit habe die Bayern-SPD die Marke von 60 000 wieder geknackt. Weder Brehm noch Schreglmann gehen davon aus, dass das Gros der neuen Genossen nach dem Mitgliederentscheid gleich wieder austritt. "Dafür ist auch das Spektrum zu breit, vom Studenten bis zum Rentner ist alles dabei", sagt Schreglmann.

Brehm hat allerdings ein anderes Problem: "Uns sind die Parteibücher ausgegangen." Aber mit dieser Sorge kann der SPD-Chef vermutlich gut leben. 

Marco Puschner

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