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Nürnberger Vesperkirche: Schweinebraten für einen Euro

In der Südstadt wird sechs Wochen lang jeden Tag gevespert - 17.01.2016 15:11 Uhr

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Nicht nur für Bedürftige: Vesperkirche eröffnet in der Südstadt

Die Vesperkirche versteht sich als Sprachrohr der Bedürftigen und will die Nähe Gottes erfahrbar machen. Dennoch sind alle Menschen eingeladen. Sogar welche, die keine Christen sind. Die Bilder vom Auftakt.


An den Tischen und Stühlen vor dem Altar lauschten die Besucher zunächst der Predigt von Pfarrer Bernd Reuther und Regionalbischof Stefan Ark Nitsche und gönnten sich anschließend dann das Mittagessen zum symbolischen Preis von einem Euro. 

Das wird es nun sechs Wochen lang jeden Tag dort geben. Am Premierensonntag wurden knapp 500 Essen ausgegeben. Doch die in der Gustav-Adolf-Gedächtniskirche (Allersberger Straße 116) beheimatete Vesperkirche ist freilich nicht nur für Bedürftige gedacht. Jeder kann kommen, dort Zeit verbringen und mit anderen Besuchern ins Gespräch kommen.

Das tägliche Mittagessen wird flankiert von kostenlosen weiteren Angeboten: So kann man sich Kaffee und Kuchen gönnen oder die neueste Ausgabe der Nürnberger Zeitung lesen. Die NZ fungiert als Medienpartner, das Staatstheater als Kulturpartner des Sozialprojekts. Die Vesperkirche hat täglich zwischen 10.30 Uhr und 15.30 Uhr geöffnet, jeweils sonntags und an zwei Samstagen gibt es danach noch kulturelle Veranstaltungen.

Oberbürgermeister Ulrich Maly würdigte das Projekt in seiner Eröffnungsrede als "ein ganz starkes Stück Kirche", zumal es die Menschen in der "kunterbunten Südstadt" zusammenführen werde. 

Organisator Reuther beziffert das voraussichtliche Budget, das für die Vesperkirche benötigt wird, auf 200.000 Euro. Bisher engagieren sich knapp 300  ehrenamtliche Kräfte in dem Projekt. Mit der Auftaktveranstaltung war Reuther schon mal sehr zufrieden: "Es hat Spaß gemacht."

 

Marco Puschner

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