10°

Dienstag, 14.07.2020

|

zum Thema

Nürnbergs neue U-Bahnen: Erste Fotos der Pegnitz-Pfeile

21 Züge kosten rund 164 Millionen Euro - VAG verspricht "markantes Aussehen" - 17.04.2018 13:24 Uhr

Die Front der neuen Züge, die auf der Linie 1 eingesetzt werden sollen, soll dynamischer wirken, sagt die VAG. © Siemens/Martin Anger


Erstmals ist das Fahrzeug in seiner Gesamtheit zu sehen. Fahrzeugkopf und Wagenkasten wurden bereits bei einem Zug zusammengefügt. Im Vergleich zur Papier- oder Computerversion ist das schon etwas anderes. "Nach über fünf Jahren, seit dem Start des Projektes, steht das Fahrzeug sichtbar in der Halle", freut sich Bernd Meier-Alt, der bei der VAG das Projektteam der neuen U-Bahn-Züge leitet.

Noch sind die Züge nicht vollständig montiert. © MARTIN ANGER


Klar, betont er, es folgten erst noch zahlreiche weitere Produktionsschritte, wie der gesamte Innenausbau, und viele Stationen bis zur ersten Fahrt im Betrieb. "Aber das Zusammenführen des Fahrzeugkopfes mit dem Wagenkasten beim ersten Fahrzeug ist besonders, gibt sie dem Fahrzeug doch erstmals sein markantes Aussehen", erklärt Meier-Alt.

Prägnant sei der Fahrzeugkopf des rot-weißen G1 genannten Typs, der durch die abgeschrägte Front erheblich dynamischer und dank der großen Frontscheibe gleichzeitig transparenter wirke. Die gesamte Designlinie entspreche dem Gesamtkonzept für neue Busse und modernisierte Straßenbahnen.

Rund 164 Millionen Euro kosten die U-Bahnen 

Nach rund 40 Dienstjahren ersetzt die VAG alle 42 U-Bahn-Züge der Baureihe DT1 durch 21 neue, vierteilige Gliederzüge, die ab Mitte 2019 nach und nach auf der U1 zum Einsatz kommen werden. Es gebe mehr Platz für Fahrgäste und das subjektive Sicherheitsgefühl sei höher, weil der Zug von vorne bis hinten durchgängig sei, erläutert Bernd Meier-Alt.

Die einzelnen Komponenten des neuen Nürnberger U-Bahn-Zuges werden weit verteilt hergestellt. In Wien werden die Wagenkästen gebaut und dort erfolgt die Montage, in Graz werden die Fahrwerke und in Nürnberg die Motoren gefertigt. Rund 164 Millionen Euro kosten laut VAG die 21 U-Bahnen inklusive der zusätzlich benötigten Technik, wie zum Beispiel Funkanlage und Zugsicherungssystem. Der Freistaat Bayern beteiligt sich mit einer Förderung von 21,6 Millionen Euro.

Bilderstrecke zum Thema

Fahrt in eine neue Epoche: So entstand die Nürnberger U-Bahn

Vor 51 Jahren entschied sich der Nürnberger Stadtrat zum Bau einer U-Bahn. 1967 haben die Arbeiten begonnen, der erste "Pegnitzpfeil" fuhr 1972 durch die Röhre. Nürnberg war damit die vierte Stadt in Deutschland - nach Berlin, Hamburg und München - mit einer Bahn unter der Erde. Unsere Bilderstrecke mit historischen Fotos nimmt Sie mit in den Untergrund.


fra

27

27 Kommentare

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Nürnberg