Nürnbergs schwerste Stunde: Der Luftangriff vom 2. Januar 1945

2.1.2020, 06:35 Uhr
Unvorstellbare Bilder: Am 2. Januar 1945 kamen bei einem britischen Luftangriff auf Nürnberg mehr als 1800 Menschen ums Leben, die Altstadt wird fast komplett zerstört.
1 / 27

Unvorstellbare Bilder: Am 2. Januar 1945 kamen bei einem britischen Luftangriff auf Nürnberg mehr als 1800 Menschen ums Leben, die Altstadt wird fast komplett zerstört. © Stadtarchiv Nürnberg

Eine Millionen Brandbomben, 100 Luftminen und 6000 Sprengbomben gingen in der Nacht auf Nürnberg nieder.
2 / 27

Eine Millionen Brandbomben, 100 Luftminen und 6000 Sprengbomben gingen in der Nacht auf Nürnberg nieder. © Ray d'Addario

Nürnberg und vor allem die Altstadt...
3 / 27

Nürnberg und vor allem die Altstadt... © NN

... waren über Jahrhunderte organisch gewachsen. Die Stadt verfügte über einen reichen Bestand an großartigen Bauten und Kultur. Schon ab 1940 sicherten die Nazis Gemälde in Bunkern der Stadt, um sie vor Angriffen zu schützen.
4 / 27

... waren über Jahrhunderte organisch gewachsen. Die Stadt verfügte über einen reichen Bestand an großartigen Bauten und Kultur. Schon ab 1940 sicherten die Nazis Gemälde in Bunkern der Stadt, um sie vor Angriffen zu schützen. © Stadtarchiv

Um 19.20 Uhr am Abend des 2. Januars 1945 fielen die ersten Bomben auf Nürnberg. Mehr als 1.800 Menschen sterben bei dem Angriff, ...
5 / 27

Um 19.20 Uhr am Abend des 2. Januars 1945 fielen die ersten Bomben auf Nürnberg. Mehr als 1.800 Menschen sterben bei dem Angriff, ... © Archiv

... 100.000 Einwohner werden obdachlos. Entwarnung kommt um 20.13 Uhr. Innerhalb dieser Stunde ging nicht nur ein Splitterregen auf Nürnberg nieder.
6 / 27

... 100.000 Einwohner werden obdachlos. Entwarnung kommt um 20.13 Uhr. Innerhalb dieser Stunde ging nicht nur ein Splitterregen auf Nürnberg nieder. © Stadtarchiv Nürnberg

Zeitzeugen berichten davon, dass die Stadt taghell war.
7 / 27

Zeitzeugen berichten davon, dass die Stadt taghell war. "Der ganze Horizont war knallrot und wurde immer röter", berichtete eine Frau Anfang 2014 etwa der NZ. © Archiv

Überall brannte es, Flammen schlugen aus zahlreichen Gebäuden: Allein die Löscharbeiten dauerten noch bis zum 10. Januar an.
8 / 27

Überall brannte es, Flammen schlugen aus zahlreichen Gebäuden: Allein die Löscharbeiten dauerten noch bis zum 10. Januar an. © Weber/Stadtarchiv

Die Häuser verdampften in einer Feuersglut, berichten Zeitzeugen heute noch. Die Menschen verbrennen, ersticken, werden von Trümmern erschlagen, durch Bomben zerrissen.
9 / 27

Die Häuser verdampften in einer Feuersglut, berichten Zeitzeugen heute noch. Die Menschen verbrennen, ersticken, werden von Trümmern erschlagen, durch Bomben zerrissen. © Ray d'Addario

Nur der Ochse auf dem Torbogen macht heute noch klar, dass dieses Bild die Fleischbrücke abbildet.
10 / 27

Nur der Ochse auf dem Torbogen macht heute noch klar, dass dieses Bild die Fleischbrücke abbildet. © Stadtarchiv Nürnberg

Dieses Bild zeigt die Reste eines zerstörten Geschäftshauses in der Königsstraße.
11 / 27

Dieses Bild zeigt die Reste eines zerstörten Geschäftshauses in der Königsstraße. © Stadtarchiv Nürnberg

Der Wiederaufbau von Nürnberg dauerte Jahrzehnte. Während des Angriff retteten sich zahlreiche Einwohner in die unterirdischen Gänge der Altstadt und überlebten so.
12 / 27

Der Wiederaufbau von Nürnberg dauerte Jahrzehnte. Während des Angriff retteten sich zahlreiche Einwohner in die unterirdischen Gänge der Altstadt und überlebten so. © Gertrud Gerardi

13 / 27

"Der Himmel hat Erbarmen mit der unglücklichen Stadt. Während der verflossenen Nacht ist Schnee gefallen. Über dem, was man einst das Schatzkästlein des Deutschen Reiches nannte, breitet sich jetzt ein großes Leichentuch", notierte der Chronist des Untergang der Nürnberger Altstadt, Fritz Nadler, am 5. Januar 1945. © Archiv

Ein Blick von der Westtormauer auf die Kreuzgasse. In den Trümmern hängen Bewohner der Stadt ihre Wäsche auf.
14 / 27

Ein Blick von der Westtormauer auf die Kreuzgasse. In den Trümmern hängen Bewohner der Stadt ihre Wäsche auf. © Stadtarchiv

Dass das Albrecht-Dürer-Haus nach dem Angriff noch stand, war dem Einsatz einer Hausmeisterin zu verdanken, die...
15 / 27

Dass das Albrecht-Dürer-Haus nach dem Angriff noch stand, war dem Einsatz einer Hausmeisterin zu verdanken, die... © Hochbauamt Stadt Nürnberg

... das Feuer mit Wasser löschte und so verhinderte, dass das Geburtshaus des Malers vollständig zerstört wurde.
16 / 27

... das Feuer mit Wasser löschte und so verhinderte, dass das Geburtshaus des Malers vollständig zerstört wurde. © Keine Angaben

Die
17 / 27

Die "Schwarzhörer", die am Abend bereits die Flaksender gehört hatten, bekamen die Nachricht der heranrückenden Bomberverbände mit, sodass sich schon ohne den Vollalarm viele Menschen in die Schutzräume begaben. © dpa

Von dem Inferno und der Zerstörung ließ sich kurz nach dem Angriff nur wenig sehen, denn...
18 / 27

Von dem Inferno und der Zerstörung ließ sich kurz nach dem Angriff nur wenig sehen, denn... © Hochbauamt

... Rauch umhüllte die Stadt. Doch was in mehr als 600 Jahren gewachsen war, lag nun in Trümmern.
19 / 27

... Rauch umhüllte die Stadt. Doch was in mehr als 600 Jahren gewachsen war, lag nun in Trümmern. © privat

Der britische Luftmarschall Arthur Harris hatte den Angriff vom 2. Januar 1945 auf Nürnberg eigenmächtig und entgegen der Direktiven des britischen Generalstabes und des Oberkommandos der Alliierten befohlen. Bereits im Vorjahr hatte er die Weisung erhalten, die wahllosen Flächenbombardements einzustellen und sich mehr auf kriegswichtige Schlüsselindustrien und Transportlinien zu konzentrieren.
20 / 27

Der britische Luftmarschall Arthur Harris hatte den Angriff vom 2. Januar 1945 auf Nürnberg eigenmächtig und entgegen der Direktiven des britischen Generalstabes und des Oberkommandos der Alliierten befohlen. Bereits im Vorjahr hatte er die Weisung erhalten, die wahllosen Flächenbombardements einzustellen und sich mehr auf kriegswichtige Schlüsselindustrien und Transportlinien zu konzentrieren. © privat

In den Trümmern der Stadt war die Kindheit einer ganzen Generation alles andere als unbeschwert.
21 / 27

In den Trümmern der Stadt war die Kindheit einer ganzen Generation alles andere als unbeschwert. © Ray d'Addario

Die Menschen, die ihre Häuser und Wohnungen verloren hatten, machten sich am folgenden Tag zu Fuß meist mit einem Handwagen oder ihrem verbliebenen Hab und Gut unterm Arm auf den Weg ins Umland, in der Hoffnung, dort Obdach zu finden.
22 / 27

Die Menschen, die ihre Häuser und Wohnungen verloren hatten, machten sich am folgenden Tag zu Fuß meist mit einem Handwagen oder ihrem verbliebenen Hab und Gut unterm Arm auf den Weg ins Umland, in der Hoffnung, dort Obdach zu finden. © NN-Archiv

Denn auch zahlreiche öffentliche Verkehrsmittel waren in Mitleidenschaft gezogen worden.
23 / 27

Denn auch zahlreiche öffentliche Verkehrsmittel waren in Mitleidenschaft gezogen worden. © oh

Auch Teile Fürths werden Ende des Zweiten Weltkrieges bombardiert und zerstört.
24 / 27

Auch Teile Fürths werden Ende des Zweiten Weltkrieges bombardiert und zerstört. © Stadtarchiv Fürth

Das NS-Regime gab sich auch in den ersten Monaten 1945 nicht geschlagen. Der Luftangriff auf Nürnberg ist Teil der Geschichte des Zweiten Weltkrieges, die mit...
25 / 27

Das NS-Regime gab sich auch in den ersten Monaten 1945 nicht geschlagen. Der Luftangriff auf Nürnberg ist Teil der Geschichte des Zweiten Weltkrieges, die mit... © Stadtarchiv Fürth

... dem Angriff auf Polen 1939 begann. Doch die Bombennacht vom 2. Januar 1945 hat sich vielen Nürnbergern ins Gedächtnis eingebrannt.
26 / 27

... dem Angriff auf Polen 1939 begann. Doch die Bombennacht vom 2. Januar 1945 hat sich vielen Nürnbergern ins Gedächtnis eingebrannt. © Stadtarchiv Fürth

Erst am 8. Mai 1945 hat der Schrecken des Zweiten Weltkrieges und des NS-Regimes ein Ende. Bis dahin hatte der Krieg mehr als 55 Millionen Menschen das Leben gekostet, ein Viertel davon Zivilisten.
27 / 27

Erst am 8. Mai 1945 hat der Schrecken des Zweiten Weltkrieges und des NS-Regimes ein Ende. Bis dahin hatte der Krieg mehr als 55 Millionen Menschen das Leben gekostet, ein Viertel davon Zivilisten. © Stadtarchiv Fürth