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Nürnbergs Vorzeige-Wirtin Irma Rottner ist gestorben

Sie war die gute Seele des Gasthauses in Großreuth - 22.10.2020 16:00 Uhr

Irma Rottner kochte im Großreuther Gasthaus und modernisierte den Familienbetrieb mit ihrem Mann Konrad. 

22.10.2020 © Familie Rottner


Ein blühender (Bier-)Garten, ein gutes Essen, bei dem vor allem das Regionale der Trumpf ist – das hatte Irma Rottner stets im Blick. Zusammen mit ihrem Mann Konrad Rottner führte sie Jahrzehnte lang das Gasthaus Rottner in Großreuth und trug stark dazu bei, dass die Adresse über die Stadt hinaus bekannt wurde. Vor kurzem ist die Seniorchefin im Alter von 91 Jahren gestorben.

Sie wuchs auf einem Bauernhof in Höfen auf, bevor sie ihren Mädchennamen Meier gegen Rottner eintauschte. Mit der Heirat von Konrad Rottner kam auch die neue Aufgabe auf sie zu: Sie wurde Wirtin in der Wirtschaft der Familie ihres Mannes. Und diese Rolle legte Irma Rottner nie mehr ab, erzählt ihr Sohn Stefan Rottner, der zusammen mit seiner Frau Claudia das Familienbetrieb in fünfter Generation führt: „Sie war Vollblutgastronomin, das Gasthaus war ihr Leben. Sie war bis zum Schluss in alle Dinge eingebunden.“

"Sie war eine Autodidaktin"

Was gute Küche ausmacht, hat sich Irma Rottner selbst beigebracht, berichtet Stefan Rottner: „Sie war eine Autodidaktin.“ Ihre Kirchweihküchle, Käsekuchen und Rumtopf, aber auch deftige Gerichte wie Schlachtschüssel waren sehr beliebt. Doch vor allem: „Gefüllte Täubchen – sie waren Königsklasse.“ Bodenständig wie die Wirtin war, lag ihr zudem die Regionalität sehr am Herzen. Mit der Zeit gewann das Gasthaus in Großreuth auch außerhalb der Region Bekanntheit und hatte auch prominente Gäste aus der Politik und dem Ausland. All das „mit Kontinuität und Kochkunst der Mutter“, sagt Stefan Rottner.

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Den Kochlöffel schwenkte sie nicht alleine, sondern hatte einige helfende Hände. „Sie hatte das Küchenregiment und legte Wert auf ein gutes Arbeitsklima.“ Etwas Schönes sollte es aber nicht nur auf den Tellern der Gäste geben. Zusammen mit ihrem Mann pflegte und modernisierte sie das geschichtsträchtige Gasthaus. „Sie war sehr weitsichtig“, lobt Stefan Rottner seine Mutter. Auch der Garten zählte zur Irma Rottners großer Passion. So blieb es bis zu ihrem Tod: „Noch bis vor kurzem hat sie uns angewiesen, was im Garten alles gemacht werden soll.“ Irma Rottners Garten wird auch im nächsten Jahr blühen.

Mehr Informationen über das "Romantik Hotel Gasthaus Rottner" in unserer Rubrik Essen und Trinken!

Ella Schindler

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