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OB-Kandidat Marcus König nennt Wahlkampfziele

CSU-Fraktionsvorsitzender will einen "Nürnberg-Plan" - 16.07.2019 11:52 Uhr

100 Prozent der gültigen Stimmen erhielt Marcus König bei seiner Nominierung als OB-Kandidat. Der CSU-Vorsitzende Markus Söder sicherte ihm seine Unterstützung im Wahlkampf zu. © Foto; Stefan Hippel


Der 38-Jährige will mit dem Motto "Gemeinsam neu starten" in den Wahlkampf ziehen. Am Samstag wurde Marcus König von seiner Partei nominiert und fasste in seiner Rede Wahlkampfziele zusammen. Der gelernte Bankkaufmann will Eltern möglichst schnell Sicherheit geben, wenn sie einen Betreuungsplatz für ihre Kinder benötigen. König will auch die Bewerbung um den Titel Kulturhauptstadt voranbringen. "Kulturpolitik ist Ausdruck unseres Lebensgefühls", so seine Feststellung.

Zusammen mit der Bevölkerung möchte der CSU-Kandidat einen Nürnberg-Plan entwickeln, mit dem Ziele definiert werden, wohin sich die Stadt entwickeln soll. Dazu wird es vier größere Stadtteilforen geben. "Wir werden rausgehen, zuhören, um dann einen Nürnberg-Plan zu haben", sagte König. Es sollen Bauvoranfragen, Baugenehmigungen und Passangelegenheiten beschleunigt werden. Um den städtischen Service zu verbessern, schlug König vor, Servicepunkte in Einkaufszentren einzurichten.

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Ulrich Maly: Vom Kämmerer zum Oberbürgermeister von Nürnberg

Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly ist seit 2002 im Amt. Nur Andreas Urschlechter (1957 bis 1987) leitete länger die Geschicke der Stadt.


Darüber hinaus soll das Seniorennetzwerk zu einem Generationennetzwerk weiterentwickelt werden. "Nürnberg hat ganz tolle Angebote im Sozialbereich. Leider kennen sie viele nicht", sagte König. Das Schließen von Lücken im Radwegenetz, mehr Fassadenbegrünung und die Einrichtung einer Servicestelle für Grünflächen, stabile ÖPNV-Preise sowie ein einfacheres Tarifsystem und die Einrichtung von Multiverkehrsstreifen sind weitere Wahlversprechen. Für den Satz, dass die "Hobby-Anarchisten" im Umfeld des Jamnitzer Platzes in die Schranken gewiesen werden müssen, gab es lange anhaltenden Beifall.

In seiner Bewerbungsrede gab sich der CSU-Kandidat bewusst bodenständig. Der gelernte Bankkaufmann wies auf seine enge Verbindung mit Nürnberg, auf seine 15-jährige Tätigkeit im Tierschutzverein und auf seine elfjährige Zugehörigkeit zum Stadtrat hin.

König wurde mit 100 Prozent der gültigen Stimmen nominiert

Am Samstag wurde Marcus König offiziell von seiner Partei als OB-Kandidat nominiert. Dabei stimmten von 119 CSU-Delegierten 118 für ihn, eine Stimme war ungültig.

Nach der überraschenden Ankündigung von Oberbürgermeister Ulrich Maly, für eine vierte Amtszeit nicht mehr zur Verfügung zu stehen, glaubt die CSU an eine realistische Chance, nach 1996 zum zweiten Mal den OB-Sessel in der SPD-Hochburg Nürnberg zu erobern. "Es gibt keinen geborenen Nachfolger für Maly. Es geht zurück auf Los und es wird einen Dreikampf geben", sagte der CSU-Parteivorsitzende, Ministerpräsident Markus Söder, bei der Delegiertenversammlung.

Diese Chance dürfe man nicht leichtfertig vergeben. "Wir setzen nur auf Sieg", so Söder. Als Nürnberger Oberbürgermeister werde König die Stadt mit neuen Ideen, Engagement und Leidenschaft verändern. Immerhin zwei Mal erwähnte Söder die gute Zusammenarbeit von OB Maly mit der Staatsregierung. Er sicherte dem CSU-OB-Kandidaten sein Unterstützung im Wahlkampf zu.

Am 15. März 2020 sind Kommunalwahlen in Bayern. König soll zusammen mit Kulturreferentin Julia Lehner die CSU in den Nürnberger Wahlkampf führen. Lehner, die Kulturbürgermeisterin werden will, lobt an König seinen Mut, die Eigenschaft quer zu denken, und seine große Ernsthaftigkeit. "Ich werde meine Erfahrung, Wissen und Können einbringen", verspricht die Kulturreferentin. 

Andre Fischer, Simone Madre

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