NSU-Morde

Online: Tochter von Enver Simsek spricht über den NSU-Terror

.
Elke Graßer-Reitzner

Politikredaktion Nürnberg und Rechercheteam

E-Mail

7.9.2021, 07:23 Uhr
Ein Bild des ermordeten Blumenhändlers Enver Simsek mit der Aufschrift "Enver Simsek Am 9.9.2000 von Nazis ermordet  - kein Vergeben - kein Vergessen!" hängt an einem Baum am Tatort in der Liegnitzer Straße in Nürnberg. Am Montag wird der kleine Platz in Enver-Simsek-Platz benannt.

© Timm Schamberger Ein Bild des ermordeten Blumenhändlers Enver Simsek mit der Aufschrift "Enver Simsek Am 9.9.2000 von Nazis ermordet  - kein Vergeben - kein Vergessen!" hängt an einem Baum am Tatort in der Liegnitzer Straße in Nürnberg. Am Montag wird der kleine Platz in Enver-Simsek-Platz benannt.

Am 9. September 2000 wurde der Blumenhändler Enver Simsek an seinem Stand an der Liegnitzer Straße zwischen Nürnberg-Langwasser und Altenfurt mit acht Schüssen getötet. Der 38-jährige Familienvater war das erste von zehn Opfern, die die Rechtsterroristen des "Nationalsozialistischen Untergrund" in Deutschland ermordet haben.

Am 21. Jahrestag des Anschlags spricht seine Tochter Semiya Simsek an diesem Donnerstag, 9. September, um 18 Uhr in einer Videoveranstaltung mit der Nürnberger Rechtsextremismus-Expertin Birgit Mair vom Institut für sozialwissenschaftliche Forschung, Bildung und Beratung über die Auswirkungen des Terrors auf ihre Familie.

Zudem ist Semiya Simsek in Hanau zur Schule gegangen und hat dort ihr Abitur gemacht. Sie kannte die Menschen, die im Jahr 2020 bei einem rassistisch motivierten Anschlag getötet wurden.

Die Teilnahme am Online-Gespräch ist kostenfrei, eine Anmeldung aber unter info@isfbb.de nötig.

Am kommenden Montag, 13. September, wird Oberbürgermeister Marcus König um 17 Uhr in einer Gedenkfeier den Platz, an dem Familie Simsek ihren Blumenstand in Nürnberg unterhält, in Enver-Simsek-Platz umbenennen und eine Gedenktafel enthüllen.

Verwandte Themen


1 Kommentar