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Ordnungsamt zwingt fünf Nürnberger Clubs zu Umbauten

Nötige Investitionen bereiten Betreibern Kopfzerbrechen - 11.04.2015 06:00 Uhr

Bar oder Disco? Diese Frage beschäftigt seit geraumer Zeit das Nürnberger Ordnungsamt. © dpa


Dass Besitzer großer Tanzlokale 2014 kleine Clubs bei der Stadt meldeten, weil in diesen DJs auflegen und mal getanzt wird – dafür haben die Betreiber kleiner Clubs kein Verständnis.„Scheinheilig“ sei die Stimmung in der Ausgehszene, sagen Insider.

Das Ordnungsamt hat 14 Bars in der Innenstadt kontrolliert. Fünf der kontrollierten Bars müssen nachrüsten, bestätigt Robert Pollack, Vizechef des Nürnberger Ordnungsamts. So sei das „Gemein und Gefährlich“ eindeutig eine Vergnügungsstätte und kein Lokal. Insgesamt zwei Lokale müssten nun einen Bauantrag auf Nutzungsänderung stellen, weil völlig klar sei, dass sie ein bislang nicht genehmigter Ort fürs Feiern sind und außerdem zu viele Gäste reinlassen.

Drei Bars wurden von der Stadt aufgefordert, die zulässige Besucherzahl einzuhalten oder einen Antrag zu stellen, damit sie künftig mehr Gäste bewirten dürfen.

Das „Unrat“ in der Adlerstraße muss beim Brandschutz nachbessern. Bis die Umbauten erledigt sind, dürfen nur 150 Gäste rein. Chef Andreas Stempfle feilt am neuen Bauantrag. Die Sicherheit sei in den überfüllten Bars nie massiv gefährdet gewesen, heißt es aus dem Ordnungsamt.

Die zu investierenden Summen bereiten den Gastronomen massives Kopfzerbrechen. So sind für eine Vergnügungsstätte auch mehr Stellplätze abzulösen. Ein Barbesitzer spricht von 8000 Euro pro Platz und einer sechsstelligen Summe für den Brandschutz.
  

Ute Möller

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