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Parkprobleme in Ziegelstein spitzen sich zu

Nach Sperre bei der früherer Wendeschleife: Anwohner sind verärgert - 09.05.2018 10:04 Uhr

Fast zwei Wochen ar in Ziegelstein die Zufahrt zum wilden Parkplatz auf der früheren Straßenbahn-Wendeschleife mit einer Kette blockiert, nun ist sie wieder weg. Weiterhin weist ein schild auf das Abschleppen widerrechtlich abgestellter Fahrzeuge hin. © Stefan Hippel


Es war im Oktober 2017, als die Edeka-Grundstücksgesellschaft Nordbayern-Sachsen-Thüringen in Ziegelstein mit weißen Zetteln, die an Windschutzscheiben gesteckt wurden, erstmals klarmachte, dass sie als neuer Grundstückseigentümer das wilde Abstellen von Autos nicht mehr tolerieren möchte. Doch der Aufforderung, das Fahrzeug "unmittelbar zu entfernen", kamen in den Wochen danach wenig Halter nach. Was sicher auch daran lag, dass das angedrohte Abschleppen ausblieb.

Selbst als ein entsprechendes Abschleppschild an der Einfahrt montiert wurde, änderte sich das Szenario nicht: Neben einem halben Dutzend Edeka-Lkw reihten sich weiter Autos aus dem ganzen Umland — bis aus Fürstenfeldbruck und Tschechien. Was dafür sprach, dass hier neben Pendlern auch Urlauber ihren fahrbaren Untersatz gratis abstellten. Doch am 24. April ging Edeka einen Schritt weiter: Eine Kette wurde an der Einfahrt angebracht, die schnell für Aufsehen und Verärgerung im angrenzenden Wohnviertel sorgte. Grund: Autos mit auswärtigen Kennzeichen reihten sich aneinander und nahmen den Anwohnern den Stellplatz weg, was "der Wahnsinn" gewesen sei, wie Nachbarn sagen.

Auch der Vorstadtverein-Nord-Vorsitzende Tobias Schmidt, hat sich vor Ort ein Bild von der Entwicklung gemacht. Er sieht sich nun bestätigt in der Befürchtung, dass die geplante Bebauung auf dem Wendeschleife-Areal gravierenden Ärger mit sich bringen werde. Vor allem beim Dauerthema "Urlaubsparker" sieht er die Stadt und den Flughafen gefordert, für Abhilfe zu sorgen.

"Zwei gute Alternativen"

Doch Untersuchungen der Kommune haben 1017, wie berichtet, keinen Handlungsbedarf ergeben. Baureferent Daniel Ulrich hält es für völlig verständlich, dass Edeka das Parken auf dem Privatgrundstück "allein aus Haftungsgründen" unterbinden will. Er sieht im Park & Ride-Haus beim U-Bahnhof Herrnhütte und im Parkhaus auf dem Ex-Autokino-Areal "gute Alternativen" für die Ex-Wendeschleife, wo noch genug Platz sei. Für eine entsprechende Beschilderung hält man sich aber beim Servicebetrieb Öffentlicher Raum für nicht zuständig, das sei Sache von Edeka.

Das Unternehmen hat die Kette zur allgemeine Überraschung nun wieder abgehängt. Für eine Erklärung war bei Edeka gestern niemand zu erreichen. "Funkstille bei Edeka" vermeldet auch Baureferent Ulrich, wo man weiter auf Pläne für eine Supermarktfiliale wartet. Die Stadt wünscht sich eine Verbindung mit einer hochwertigen Nutzung für Büros, Kindertagesstätte oder Altenheim. Die Anwohner würden zudem öffentlich gewidmete Parkplätze begrüßen — und Infos von Edeka zum weiteren Vorgehen.

  

JO SEUSS

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