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Donnerstag, 02.04.2020

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Pegida-Redner Cran: Friedhofsverwaltung reagiert

Verwaltung von Entwicklung überrascht - Stadt Nürnberg zieht Konsequenzen - 22.01.2016 19:28 Uhr

Trauerreder Ernst Cran ist Stammgast auf Pegida-Bühnen - das zieht einige Kritik nach sich. © Karlheinz Daut


Zunächst hatte sich der Chef der Friedhofsverwaltung Gerhard Kratzer geweigert, Ernst Cran von der Liste der Trauerredner zu streichen. Man könne Cran, der wie berichtet in Nürnberg und Dresden als Pegida-Redner aufgetreten ist, nicht die Berufsausübung verbieten.

Diese Reaktion ist auf massiven Protest unter anderem beim Vorsitzenden des Fördervereins Christopher-Street-Day Nürnberg, Dieter Barth, gestoßen. „Es wäre für mich eine Zumutung, wenn meine Angehörigen von der Stadt Nürnberg eine Rednerliste bekämen, auf der Redner mit einer derart rechten und menschenverachtenden Gesinnung stehen, und einen solchen auch noch mangels Kenntnis...auswählen“, schreibt Barth in einem offenen Brief an Stadtkämmerer Harald Riedel.

Riedel hat inzwischen darauf reagiert. Er habe sich mit der Friedhofsverwaltung darauf geeinigt, künftig ganz auf eine Information über freie Trauerredner zu verzichten. Bislang habe die städtische Dienststelle auf eine Liste der in den Gelben Seiten genannten Trauerredner verwiesen, auf der Cran ganz oben stand.

Mit dieser Liste, so betont Riedel, habe die Friedhofsverwaltung allerdings keinerlei Empfehlung geben wollen. Von der Entwicklung sei sie zudem völlig überrascht worden, vor allem auch deshalb, weil nach den vorliegenden Rückmeldungen „Herr Cran in den vergangenen Jahren hohe Akzeptanz als Trauerredner besessen hat“.

vip

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