Samstag, 05.12.2020

|

Planung für Wohnviertel an der Brunecker Straße geht voran

Stadtrat will Bebauungsplan für die 1500 Wohnungen noch 2018 verabschieden - 16.07.2018 15:28 Uhr

Eine Brachfläche, die bald deutlich aufgewertet wird - das Areal an der Brunecker Straße

16.07.2018 © Oliver Acker/digitale-luftbilder.de


Die Planungen für das 20 Hektar große sogenannte Modul 1 seien sehr weit fortgeschritten, so Baureferent Daniel Ulrich. Wie mehrfach berichtet, sollen nahe dem Hasenbuck in einem ersten Bauabschnitt rund 1500 dringend benötigte Wohnungen entstehen. Die grundlegende Planung zur Erschließung des insgesamt gut 90 Hektar großen Areals, von dem ein gutes Drittel jetzt für die neue Universität reserviert ist, stammt vom Rotterdamer Büro West 8, das 2015 den städtebaulichen Wettbewerb für das Gelände gewonnen hatte. 

Sie liefert auch die Grundlage für den Bebauungsplan des ersten Abschnitts, der im vierten Quartal des Jahres dem Stadtrat zur Billigung vorgelegt werden soll. Auch der weitere Zeitplan steht, um die Jahreswende herum will das Baureferat die Pläne zur Bürgerbeteiligung öffentlich auslegen. Der endgültige Beschluss hänge dann davon ab, welche eventuellen Einwände dabei vorgetragen werden, betont Ingo Schlick vom Baureferat. "Je mehr Substanz die aufgeworfenen Probleme haben, desto länger kann es dauern."

"Wir arbeiten mit Hochdruck"

Geht alles glatt, könne die rechtliche Seite schon im Laufe des ersten Halbjahres 2019 abgeschlossen sein. Über den weitere Zeitplan will Schlick jedoch nicht spekulieren, schließlich sei hier ja nicht die Stadt der Bauherr. Doch auch der Grundstücksbesitzer will vorankommen. "Wir arbeiten mit Hochdruck daran", sagt Aurelis-Sprecher Daniel Schreyer. Er gehe davon aus, dass im kommenden Jahr die ersten Maßnahmen zur Erschließung des Areals starten könnten.

Schon jetzt laufen laut Schreyer auf dem gesamten Gelände die "Rückbauarbeiten". Nicht nur die riesigen Umladehallen der Bahn werden abgetragen, auch Straßen, Schienen und weitere Gebäude müssen entfernt werden. "Es gibt überall dort etwas zu tun, wo es Vor- und Zwischennutzungen gab", so Schreyer.  

Bilderstrecke zum Thema

Industriekultur: So sieht es im Inneren der Umladehallen aus

Das Museum Industriekultur widmet dem einst größten Warenumschlagsort Europas die Sonderausstellung "Vergessen im Süden". Die Schau soll auch eine Debatte anstoßen, wie man sie künftig nutzen könnte. Im Moment sind es vor allem Künstler und die Natur, die dem Gebäude Leben einhauchen. Die Ausstellung ist zu den regulären Öffnungszeiten (Dienstag bis Freitag 9 bis 17 Uhr, Samstag und Sonntag von 10 bis 18 Uhr) zu sehen.


15 Hektar sind noch nicht verplant

Einen groben Zeitplan gibt es auch für die neue Uni. Wenn der Kaufvertrag unterschrieben ist, will das Wissenschaftsministerium in Abstimmung mit der Stadt einen städtebaulichen Wettbewerb für das Campus-Areal ausloben. Parallel dazu wird der Wissenschaftsrat seine Empfehlungen vorlegen. 2025 soll die neue Universität ihren Betrieb aufnehmen. 

Ob sich an den Planungen für das restliche Areal etwas ändern wird, ist derzeit noch offen. Ein Teil des Geländes ist für Grün- und Freiflächen reserviert. Laut Schreyer gibt es eine Fläche von rund 15 Hektar, deren Gestaltung in Absprache mit der Stadt eventuell den Bedürfnissen der Uni angepasst werden kann. Wirtschaftsreferent Michael Fraas spricht von einer "Jokerfläche", die für studentisches Wohnen oder innovatives Gewerbe genutzt werden könne. "Für Details ist es aber noch zu früh."

Silke Roennefahrt Lokalredaktion E-Mail

3

3 Kommentare

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Nürnberg, Nürnberg