Corona im Blick

Planungen für Nürnberger Christkindlesmarkt laufen auf Touren

3.8.2021, 16:40 Uhr
Der weltberühmte Nürnberger Christkindlesmarkt im Jahr 2019. Im Folgejahr musste die Großveranstaltung wegen Corona ausfallen.

Der weltberühmte Nürnberger Christkindlesmarkt im Jahr 2019. Im Folgejahr musste die Großveranstaltung wegen Corona ausfallen. © Daniel Karmann/dpa

Im vergangenen Jahr musste der weltberühmte Markt coronabedingt ausfallen. Das war bitter - nicht nur für die Tourismus-Branche, sondern auch für die unzähligen Christkindlesmarkt-Fans in der Region.

Optimistischer Wirtschaftsreferent

Doch für dieses Jahr ist Nürnbergs Wirtschaftsreferent Michael Fraas zuversichtlich: "Ich bin von Berufs wegen schon Optimist, auch wenn die Traditionsveranstaltung deutlich anders aussehen wird wie gewohnt." So sollen nach derzeitiger Planung die Buden nicht ausschließlich am Hauptmarkt stehen. Weitere Plätze sind ebenfalls im Gespräch wie der Lorenzer Platz, der Jakobsplatz oder auch die Insel Schütt.

Zwei Millionen Gäste

Das Ziel: Die Besucherströme sollen sich besser verteilen. Vor Corona kamen immerhin bis zu zwei Millionen Gäste zu dem weihnachtlichen Mega-Event. Für die Nürnberger Tourismusbranche ist der Dezember der besucherstärkste Monat des Jahres.

Wenn der Markt an mehreren Stellen stattfindet, kann man die Budenstraßen am Hauptmarkt verbreitern und dort weniger Anbieter zulassen. Auch Einbahn-Richtung in den Budengassen ist eine Option. Das Gedränge soll vermieden, die Ansteckungsgefahr deutlich verringert werden. Auch eine Maskenpflicht hält Fraas für sinnvoll.

Entscheidung im Oktober

Mit einer endgültigen Entscheidung, ob der Christkindlesmarkt stattfindet, rechnet der CSU-Politiker und hauptamtliche Stadtrat im Oktober: "Das letzte Wort hat natürlich die Staatsregierung. Aber es wäre extrem schmerzhaft, wenn unser Markt noch einmal ausfallen müsste."

Die Planungen liegen seit langem fertig in der Schulblade. Schon im vergangenen Jahr hatte man konkret durchgespielt, mit welchen Auflagen und besonderen Maßnahmen die Großveranstaltung stattfinden könnte. Die hohen Inzidenz-Werte hatten jedoch zur Absage geführt.

Diesmal sieht es laut Fraas besser aus: "Viele Menschen sind zweifach geimpft. Im vergangenen Jahr hatte wir noch überhaupt keinen Impfschutz." Seit Februar arbeitet das Marktamt ganz konkret an der Umsetzung und hofft, dass das Christkind zum Auftakt endlich wieder auf der Michaelsempore der Frauenkirche seinen Prolog aufsagen kann - vor einer disziplinierten Menschenmenge.​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​