Platznot: CSU-Mann für Anwohner-Regelung in Parkhäusern

11.6.2016, 06:00 Uhr

© Eduard Weigert

In der Innenstadt gibt es Parkhäuser mit etwa 4100 Stellplätzen. Doch während tagsüber gerade an Samstagen zuweilen nichts mehr geht, sieht das Bild in den späten Abend- und Nachtstunden komplett anders aus. "Die stehen nachts weitgehend leer. Deshalb könnte man diese während dieser Zeit als Anwohnerparkplätze anbieten", so der Umweltpolitische Sprecher der CSU-Stadtratfraktion und Vorsitzende des Bund Naturschutzes in Nürnberg, Otto Heimbucher. Einen entsprechenden Antrag wolle er noch im Sommer im Stadtrat einbringen.

Die Parkplatzsituation ist eines der dringendsten Themen in der Stadt - vor allem in der City. Entlastung bringen bereits die Anwohnerparkplätze, deren Anzahl stetig wächst. Der Schwerpunkt liegt dabei in der Altstadt und im altstadtnahen Bereich. "Wir schaffen im Jahr zwei neue Gebiete", sagt Frank Jülich, Leiter des Verkehrsplanungsamtes. Derzeit richte man neue Anwohnerparkplätze in Gibitzenhof ein.

Die meisten Parkhäuser in Nürnberg werden von der "Parkhaus Service Nürnberg GmbH" betrieben -  mit insgesamt über 3600 Plätzen in acht Häusern. Dort stößt Heimbuchers Vorstoß auf offene Ohren. "Wir haben das schon dreimal versucht", sagt Geschäftsführer Gerald Stuible. Doch man sei immer am mangelnden Interesse gescheitert. Doch vom Tisch ist das Thema nicht für ihn. "Jeder leere Platz ist für uns schließlich verlorenes Geld", so Stuible weiter. "Wir werden sehen, wie wir das technisch lösen können, um Anwohnern das anbieten zu können."

Dass es funktioniert, machen andere Städte längst vor: In Hanau etwa dürfen Anwohner einzelner Innenstadt-Parkhäuser für fünf Euro monatlich ihr Auto nachts im Parkhaus abstellen. Bereits seit zehn Jahren können dies auch Bewohner der Aachener City - für eine monatliche Miete von 33,50 Euro.

16 Kommentare