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Radler leben gefährlich: Baustellenchaos am Rathenauplatz

Vorstadtverein Wöhrd kritisiert unübersichtliche Lage - Anwohner genervt - 19.07.2015 08:00 Uhr

Sehr eng und unübersichtlich geht es derzeit am Rathenauplatz zu. Fußgänger und Radfahrer kommen sich leicht in die Quere. © Seuß


Ausgesprochen eng und unübersichtlich geht es derzeit am Rathenauplatz zu. Die gesamte Kreuzung ist am Rand übersät von rotweißen Absperrungen. Radwege enden abrupt, ohne dass es einen Hinweis auf eine Umleitung gibt.

Auf engstem Raum kommen sich Fußgänger und Radler bedrohlich nahe. "Chaotisch" nennt nicht nur Knut Engelbrecht, Vorsitzender des Vorstadtvereins Wöhrd, die Lage vor Ort. Auch Brigitte Wellhöfer, Ex-Grünen-Fraktionschefin, die regelmäßig hier mit dem Fahrrad vorbeikommt, schüttelt den Kopf über die ständig beschnittenen Wege.

Kreuzung wird leicht umgestaltet

Engelbrecht spricht zudem von einem "schlechten Baustellenmanagement", weil es "ohne Vorwarnung losging und ständig gewachsen ist", ohne dass der Servicebetrieb Öffentlicher Raum (Sör) die Anwohner im Umfeld darüber informiert habe.

Laut der Verkehrsabteilung von Sör laufen hier "umfangreiche, koordinierte Sanierungsmaßnahmen“. Im Rahmen des im April 2014 beschlossenen Umbauprojekts wird die Kreuzung leicht umgestaltet.

Ein Hauptziel sei dabei „die Verbesserung der Radwegführung“. Während  eine Ampelanlage erneuert wird, erfolgen auch Sanierungsarbeiten am Gleiskörper der Straßenbahn. Laut Sör gibt es insgesamt elf  wechselnde Bauphasen. Die Arbeiten dauern  bis Anfang September.

Kritisch sieht auch der ADFC-Vorsitzende Jens Ott die "verwirrende" Baustelle am Rathenauplatz. Wie oft in den letzten Jahren würden die Belange der Radfahrer bei Straßenbauprojekten wenig berücksichtigt. Als ein weiteres aktuelles Beispiel nennt er seit kurzem gesperrten Radweg durch die Altstadt in der Theatergasse.

Viel zu schmaler Gehweg

Mit Verweis auf eine fehlende Umleitung sagt Ott: „Radfahrer, die vom Kreisverkehr am Lorenzer Platz in Richtung Königstraße und Hallplatz   wollen, wissen nicht, was sie tun sollen und weichen überwiegend auf den viel zu schmalen Gehweg auf der linken Fahrbahnseite aus."

Der Umbau des Rathenauplatzes würde zwar „einige Verbesserungen“ bringen, doch  „wichtige Probleme des Radverkehrs lösen sie nicht“. Dazu gehöre das Problem, dass Radfahrer aus der Sulzbacher Straße  auch künftig nicht  in einer Grünphase die Bayreuther Straße überqueren könnten, um in die Äußere Laufer Gasse oder auf den Radweg entlang des Altstadtrings gelangen.

Zudem hätten  Radfahrer aus der Bayreuther Straße weiter keine direkte Verbindung zum Radweg   in Richtung Hauptbahnhof, sondern müssten den Verschwenk zum Maxtorgraben  in Kauf nehmen.

Jo Seuß

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