Radrennbahn am Reichelsdorfer Keller hat ausgedient

18.11.2015, 12:04 Uhr
Steherrennen um den Preis der Sparkasse: Auf der Radrennbahn am Reichelsdorfer Keller wird immer noch spannender Sport geboten. Doch die Zukunft der Piste ist offen.

© Zink Steherrennen um den Preis der Sparkasse: Auf der Radrennbahn am Reichelsdorfer Keller wird immer noch spannender Sport geboten. Doch die Zukunft der Piste ist offen.

Die traditionsreiche Betonpiste am Reichelsdorfer Keller müsste eigentlich dringend saniert werden. Doch macht es überhaupt noch Sinn, Millionen in den Standort zu stecken? Darüber denken die Verantwortlichen des Eigentümers, dem Verein Sportplatz und der SportService der Stadt derzeit nach. Überlegt wird auch ein Neubau auf einem Gelände an der Schreiberhauer Straße in Moorenbrunn.

Der Vorsitzende des Vereins Sportplatz, Andreas Zentara, ist Realist: "Eigentlich hat die Piste ausgedient", sagt er mit Blick auf die anstehende Grundsatzentscheidung über die Zukunft des Areals am Reichelsdorfer Keller. Einige der maroden Betonplatten habe man schon ausgetauscht, doch für den großen Wurf fehlt das Geld. Zentara: "Und wenn wir weiter so Stück für Stück vorgehen, brauchen wir 100 Jahre bis wir fertig sind."

Bei der Stadt ist man skeptisch, was die Förderung für einen Neubau anbetrifft. Nötig sei sicher ein zweistelliger Millionenbetrag, an dem man sich sicher beteiligen werde. Doch unklar sei, ob auch der Radsportverband mitmacht, denn auch hier werde gespart. Dazu komme, so der Leiter des SportService, Jürgen Thielemann, dass der Radsport in Nürnberg auch noch in einer Talsohle stecke. Die Glanzzeiten seien vorbei.

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